Technische Universität Wien, Institutsgebäude(BT BA)

Sanierung und Erweiterung

Nach dem Neubau Lehartrakt werden auch die Bestandsgebäude der TU auf dem Areal Getreidemarkt generalsaniert. Entsprechend dem Gesamtkonzept für die Unterbringung der Fakultäten der Technischen Chemie und für Maschinenwesen wurde das ehemalige Laborgebäude zu einem reinen Institutsgebäude mit ausschließlicher Büro- und büroähnlicher Nutzung umgebaut.

Die in der vorhandenen Größe nicht mehr benötigte zweigeschoßige Haustechnikzentrale im Dachgeschoß wurde teilweise zu einem Veranstaltungsraum ausgebaut. in neuer Versuchshörsaal für die Fakultät der Technischen Chemie wurde durch das Einziehen einer Zwischendecke im ersten Untergeschoß im dreigeschoßigen Audimax errichtet. Durch den Umbau des Audimax wurde auch die Fluchtwegsituation verbessert.

Fassade Hochhaus
Die vorhandene vorgehängte Trapezblech-/ Fensterbandfassade wurde abgebrochen und durch eine neue wärme- und sonnenschutztechnisch optimierte Fassadenkonstruktion mit integrierter Photovoltaik ersetzt. 

Haustechnik
Für das Projekt „Plus-Energie-Büro“ stellt die BIG dem HdZ+ Team das Gebäude für deren Forschungszwecke zur Verfügung. Federführend und Förderwerber ist die Schoeberl & Poell GmbH mit der TU Wien.

Konzept Haus der Zukunft plus (HdZ+)
Es entstand das größte Plus-Energie-Gebäude Österreichs, welches rund 800 arbeitenden Personen Platz bietet. Der Primärenergiebedarf wird am Standort durch die fassadenintegrierte und am Dach montierte Photovoltaikanlage abgedeckt. Die optimierte Gebäudehülle ermöglicht es, das große Potenzial von passiven Heiz- und Kühlmöglichkeiten zu nutzen. Die Temperierung der Räume erfolgt über Bauteilaktivierung (Heizung und teilweise Kühlung über Rohleitungen im Estrich), die Radiatoren entfallen im Bürobereich. Eine Lüftungsanlage mit Wärme- und Feuchterückgewinnung wird eingesetzt. Durch Kernlüftung und thermische Kopplung der einzelnen Räume wird eine freie Kühlung in der Nacht ermöglicht. Intelligentes Energiemanagement, Green IT und höchste Beleuchtungsoptimierung ermöglichen die Abdeckung des Primärenergiebedarfs durch die Fotovoltaik am Standort (inkl. Zusatzflächen auf Nebengebäuden).

In Räumen mit hohen Belegungsdichten (Hörsäle, Besprechungsräume, Seminarräume) wird über die Bauteilaktivierung im Fußboden und über Kühldecken gekühlt. In den Hörsälen außerhalb des Bürobereichs (3.-10. OG) sind auch Kühlregister und Heizregister in der Lüftungsanlage im Einsatz.

Das Gebäude wird mit Wärme über einen bestehenden Anschluss der Fernwärme Wien versorgt. Die notwendige Kälteenergie wird über zwei in Serie geschaltete Kältemaschinen im 2. Untergeschoß zur Verfügung gestellt. Aktiv gekühlt werden mit diesen Kältemaschinen die Hörsäle, Besprechungs- und Seminarräume.

Oberhalb des Veranstaltungsraums wurde auf dem Dach die um 15° geneigte Photovoltaikanlage auf einer Stahlunterkonstruktion angebracht. Durch diese Neigung wird die Ableitung von Schnee und Regenwasser gewährleistet und es ist ein Selbstreinigungseffekt vorhanden.

Das Bauvorhaben ist von TU Wien, bm:wf und BIG finanziert und im Rahmen von "Haus der Zukunft Plus"* durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit), die FFG (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft), die KPC (Kommunalkredit Public Consulting) und den Magistrat der Stadt Wien (MA 20 – Energieplanung) gefördert.

Auszeichnung klima:aktiv Gold
Das Gebäude wurde im Februar 2015 mit der klima:aktiv Plakette Gold Standard ausgezeichnet. Mit einer klima:aktiv Plakette werden nur jene Gebäude ausgezeichnet, die neben der Energieeffizienz auch eine hohe Qualität in der Planung und Ausführung, bei der Verwendung von Baustoffen und der Konstruktion sowie bei Komfort und Raumluftqualität aufweisen.

Logos bmvit, Haus der Zukunft

Facts

Baubeginn: 1. Quartal 2012
Fertigstellung: 4. Quartal 2014

Architektur: ARGE Hiesmayr - Gallister - Kratochwil

Fotos: Gisela Erlacher

Standort

Wettbewerb

Sanierung und Erweiterung BG/BRG Stockerau

BG und BRG Stockerau

Gegenstand des EU-weiten, offenen und einstufigen Wettbewerbes war die Erlangung von baukünstlerischen Vorentwürfen, mit anschließendem Verhandlungsverfahren für die Vergabe von Generalplanerleistungen, für die Erweiterung und Sanierung BG und BRG Stockerau.

Bestandteil der Aufgabe war die Unterbringung des neuen Raum- und Funktionsprogramms (Erhöhung der Stammklassenzahl von derzeit 32 auf 40 Klassen, Errichtung einer dritten Turnhalle) bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des Unterrichtes.

Die Jurysitzung fand am 27. und 28. Juni 2006 statt. Als Gewinner ging Architekt DI Robert Ruderstaller hervor.

1. Rang

Projekt 1004, Architekt DI Robert Ruderstaller

Mitarbeiter
DI Hans Bojer, Ben Brüll, DI Wolfgang Bauer, Peter Weiss

"Beim Projekt handelt es sich um einen Zu- und Umbau. Der Zubau ist schwebend und vermittelt Leichtigkeit und entschärft das Erscheinungsbild des Zubaues (aus 1980). Städtebaulich überzeugende Eingangssituation durch Aufgreifen der Struktur der Belvederegasse. Die Erschließung ist gut gelöst, auch die Fluchtwege Festsaal sind gelöst."
(Auszug aus dem Juryprotokoll)

2. Rang

Projekt 1026, Architekt DI Johann Zeiner

Mitarbeiter
DI Christina Florit Schmid, Karl Gappmeier, B. Serdar Songür

3. Rang

Projekt 1013, Vatter & Partner ZT-KEG in Zusammenarbeit mit GSarchitects

Mitarbeiter
DI Dr. tech. Gregory Pilz, Robert Lamprecht, Rainer Strele, Hubert Schuller

Aufwandsentschädigung und Nachrücker für die Ränge

Projekt 1027, Baumeister Architekten

Mitarbeiter
DI Daniela Ertl, DI Michael Manzenreiter

Aufwandsentschädigung und Sonderpreis

Projekt 1028, halm.kaschnig architekten
Arch. DI Peter Kaschnig, Arch. DDI Christian Halm

Mitarbeiter
Thomas Rauter, Erich Wutscher

Aufwandsentschädigung

Projekt 1020, Arge Pfeil - Moser
Arch. DI Franz Pfeil ZT GmbH, Moser Architekten ZT GmbH

Mitarbeiter
Rainer Geiger, Ronald Kautz, Werner Pfeil, Bernd Wiltschek

Nachrücker für die Aufwandsentschädigung

Projekt 1017, Klein.Riesenbeck u. Assoziierte GmbH

Mitarbeiter
Arch. DI Sabine Spliethoff, Arch. DI Anne Linnemannstöns

Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten

Verfahrensbetreuer

TU Wien Institutsgebäude | Foto © Gisela Erlacher

Das weltweit erstes Plus-Energie Bürohochhaus, das TU-Gebäude am Wiener Getreidemarkt, erhielt 2018 den InnovationsAward für bauwerkintegrierte Photovoltaik in der Kategorie "Sanierung". Das Energiekonzept stammt von Schöberl & Pöll GmbH | ARGE der Architekten Kratochwil-Waldbauer-Zeinitzer, Arch. Gerhard Kratochwil.

Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass es sich dabei um ein umfassendes energetisches Gesamtkonzept handle, "das den Energiebedarf bis ins Detail reduziert, womit beste Voraussetzungen geschaffen werden, um den Energiebedarf mit PV zu decken. Vorbildwirkung in der Sanierung mit Aspekten von Übertragbarkeit und Wiederholbarkeit. Über dem TUtheSky-Veranstaltungsraum befindet sich eine große PV-Dachfläche als weithin sichtbares – auch städtebaulich wirksames – Zeichen für BIPV."

InnovationsAward für bauwerkintegrierte Photovoltaik

Der Preis wurde 2018 zum ersten Mal von der Technologieplattform Photovoltaik in Kooperation mit dem Bundesverband Photovoltaik Austria (PVA), dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, dem Klima- und Energiefonds, ssowie der Stadt Wien, Magistratsabteilung 20 - Energieplanung, verliehen. Er  zeichnet Innovation, Ästhetik und Effizienz beim Einsatz von Photovoltaik aus.  Der Preis wird in den Kategorien "Büro-Neubau", "Sanierung" und "Wohn-Neubau" vergeben. Zusätzlich gibt es noch einen "Sonderpreis" für besonders gelungene Fassadengestaltung.

Im heurigen Jahr ermittelte eine fünfköpfige  Expertenjury aus Architektur und Wissenschaft die Kategoriensieger.

TU Wien Institutsgebäude | Foto © Gisela Erlacher
TU Wien Institutsgebäude | Foto © Gisela Erlacher
TU Wien Institutsgebäude | Foto © Gisela Erlacher

Das weltweit erstes Plus-Energie Bürohochhaus, das TU-Gebäude am Wiener Getreidemarkt, erhielt 2018 den InnovationsAward für bauwerkintegrierte Photovoltaik in der Kategorie "Sanierung". Das Energiekonzept stammt von Schöberl & Pöll GmbH | ARGE der Architekten Kratochwil-Waldbauer-Zeinitzer, Arch. Gerhard Kratochwil.

Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass es sich dabei um ein umfassendes energetisches Gesamtkonzept handle, "das den Energiebedarf bis ins Detail reduziert, womit beste Voraussetzungen geschaffen werden, um den Energiebedarf mit PV zu decken. Vorbildwirkung in der Sanierung mit Aspekten von Übertragbarkeit und Wiederholbarkeit. Über dem TUtheSky-Veranstaltungsraum befindet sich eine große PV-Dachfläche als weithin sichtbares – auch städtebaulich wirksames – Zeichen für BIPV."

InnovationsAward für bauwerkintegrierte Photovoltaik

Der Preis wurde 2018 zum ersten Mal von der Technologieplattform Photovoltaik in Kooperation mit dem Bundesverband Photovoltaik Austria (PVA), dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, dem Klima- und Energiefonds, ssowie der Stadt Wien, Magistratsabteilung 20 - Energieplanung, verliehen. Er  zeichnet Innovation, Ästhetik und Effizienz beim Einsatz von Photovoltaik aus.  Der Preis wird in den Kategorien "Büro-Neubau", "Sanierung" und "Wohn-Neubau" vergeben. Zusätzlich gibt es noch einen "Sonderpreis" für besonders gelungene Fassadengestaltung.

Im heurigen Jahr ermittelte eine fünfköpfige  Expertenjury aus Architektur und Wissenschaft die Kategoriensieger.

TU Wien Institutsgebäude | Foto © Gisela Erlacher
TU Wien Institutsgebäude | Foto © Gisela Erlacher