HBLA Pitzelstätten

Glantalstraße 59, 9061 Klagenfurt
Glantalstraße 59, 9061 Klagenfurt

Sanierung und Erweiterung des Schülerheims der HBLA Pitzelstätten

Der zweigeschoßige Neubau des Schülerheims umschließt dreiseitig einen zentralen Hofraum, der an seiner Nordseite vom bestehenden Heimgebäude geschlossen wird. Die mehrfach gewinkelte Figur des Neubaus folgt, leicht vom Boden abgehoben, subtil dem Verlauf des Geländes. Der schlanke, einhüftige Baukörper lässt das geneigte Gelände durchfließen, der Hof bleibt Teil der Landschaft. Die konsequente Orientierung der Erschließungen zum Innenbereich wirkt kommunikativ, zugleich profitieren die Wohnräume von einer optimalen Ausrichtung zur Landschaft. Die ringförmige Führung der Erschließungen lässt ein Durchströmen im Sinne einer offenen, sozialen Gemeinschaft erwarten.

Architektur & Visualisierungen
Arch. Ursula Klingan
Baubeginn
Q3 2017
Geplante Fertigstellung
Q1 2019

Sanierung und Erweiterung des Schülerheims der HBLA Pitzelstätten

Wettbewerb

EU-weiter, offener, einstufiger Realisierungswettbewerb mit anschließendem Verhandlungsverfahren für die Vergabe von Generalplanerleistungen zur Erlangung von baukünstlerischen Vorentwurfskonzepten für die Sanierung und Erweiterung des Schüler­heims der HBLA Pitzelstätten am Standort Glantalstraße 59, 9061 Klagenfurt.

Die Sitzungen des Preisgerichts fanden am 09.08. und am 10.08.2016 statt. Als Gewinnerin ging Arch. DI Ursula Klingan, Innsbruck hervor.

1. Preis = Gewinner

Projekt 31: Arch. DI Ursula Klingan, 6020 Innsbruck

Auszug aus dem Juryprotokoll

Der zweigeschoßige Neubau des Schülerheims umschließt dreiseitig einen zentralen Hofraum, der an seiner Nordseite vom bestehenden Heimgebäude geschlossen wird. Die mehrfach gewinkelte Figur des Neubaus folgt, leicht vom Boden abgehoben, subtil dem Verlauf des Geländes. Der schlanke, einhüftige Baukörper lässt das geneigte Gelände durchfließen, der Hof bleibt Teil der Landschaft. Die konsequente Orientierung der Erschließungen zum Innenbereich wirkt kommunikativ, zugleich profitieren die Wohnräume von einer optimalen Ausrichtung zur Landschaft. Die ringförmige Führung der Erschließungen lässt ein Durchströmen im Sinne einer offenen, sozialen Gemeinschaft erwarten. Die Kommunikations- und Arbeitsbereiche sind richtig gesetzt.

Der Zugang zum Wohnheim erfolgt an der Südseite des Platzes zwischen Mensa und Schloß. Das flache Eingangsbauwerk bietet eine klare Adresse ohne den Platz einzuengen. Diese Eingangslösung begünstigt die erforderliche Überwachung des Betriebes. Die klare Geste sollte nicht durch den kleinen eingeschnittenen Hof geschwächt werden.

Die Kommunikations- und Arbeitsbereiche sind richtig gesetzt. Diskutiert wurde die Frage der Aufenthaltsqualität in den gut belichteten Erschließungsgängen vor den Zimmern im Neubau. Das vorhandene Potential, als erweiterte Wohn- und Kommunikationszone vor den Zimmern zu wirken, ist in der weiteren Bearbeitung zu konkretisieren.

Der Altbestand wird über Verbindungselemente integriert, bleibt jedoch als eigenständiger Bau erhalten und massive Eingriffe in die Substanz sind minimiert. Ein Ausbau des vorhandenen DG durch Aufklappen der Dachflächen in Form großer Gaupen ist vorgesehen. Die sich ergebende unruhige Dachform wird kritisch diskutiert.

In der Summe überzeugt der Entwurf durch die Umsetzung eines einfachen und klaren Grundtypus in einer der Topographie und der Bauaufgabe angemessenen freien Form.

 

2. Rang: Projekt 34, Weissglut Architektur, 1070 Wien

 

3. Rang: Projekt 29, Dietger Wissounig Architekten ZT GmbH, 8010 Graz

 

Anerkennung: Projekt 30, Arch. DI Reinhold Wetschko, 9020 Klagenfurt

 

Anerkennung: Projekt 43, Arch. Mmag. Sonja Gasparin, Gasparin Meier Architekten, 9500 Villach

 

Anerkennung: Projekt 57, Arch. DI Ernst Roth, Arch. Mag. Dietmar Kaden, 9560 Feldkirchen

 

Verfahrensbetreuung

ARGEWO, Dr. Nikolaus Hellmayr Architektur
8010 Graz, Dr.-Robert-Graf-Straße 23/66
T +43 676 566 90 80
F +43 1 2533 033 3040
arge(at)wettbewerbsorganisation.at