PH Salzburg

Akademiestraße 23, 5020 Salzburg
Akademiestraße 23, 5020 Salzburg

Pädagogische Hochschule Salzburg

Erweiterung und Sanierung

Das Bauprojekt beginnt mit der Sanierung und Erweiterung der zwei Hochschulgebäude in der Akademiestraße 23-25. Dabei bleibt bei der Bestandssanierung kein Stein auf dem anderen. Die beiden Häuser aus den 1970er Jahren werden bis auf die Tragkonstruktion zurückgebaut und die Räume neu angeordnet. Zudem wird das Dachgeschoß von Haus 23 (Ost) komplett abgetragen und als Vollgeschoß neu errichtet. Die Fassade wird von Innen neu gedämmt und sämtliche Fenster getauscht. Zudem wird Barrierefreiheit hergestellt und ein überarbeitetes Brandschutzkonzept umgesetzt.

Der Bereich zwischen den Bestandsgebäuden wird für die Erweiterung genutzt. Hier entsteht ein neuer, großer Verbindungstrakt als neues Herzstück der Hochschule. Sämtliche Erdgeschoßzonen werden dabei zu einem großen multifunktionalen Bereich zusammenfasst, womit ein der Größe der Hochschule angemessenes Entrée und Raum für große Hörsäle geschaffen werden. Die vorgesehenen Atrien und Hörsäle reichen zum Teil bis ins Untergeschoß. Darüber hinaus entstehen hier das Buffet mit Speisesaal sowie Seminarräume.

Durch die Absiedelung der Praxisvolksschule und den neuen Verbindungsbau verzeichnet der Lehrbetrieb der Pädagogischen Hochschule insgesamt einen Flächengewinn von rund 6.000 m². Gleichzeitig gibt es durch diese räumliche und funktionale Trennung im künftigen Unterrichtsablauf weniger nachteilige Überschneidungen. Läuft alles plangemäß, wird die Sanierung der PH Salzburg Stefan Zweig in der Akademiestraße 23-25 im Sommer 2020 abgeschlossen. Danach kann der Neubau der Praxisvolksschule erfolgen.

Neubau Praxisvolksschule Viktor-Keldorfer-Straße

Die künftige Praxisvolksschule besteht aus zwei unterirdisch miteinander verbundenen Gebäuden – Schulhaus und Turnsaal. Die Gesamtfläche beträgt rund 2.600 Quadratmeter. Im Erdgeschoß finden die Schüler künftig ein kleines Foyer, eine Bibliothek, Klassenräume und einen Bereich für die Nachmittagsbetreuung vor. Im ersten Obergeschoß befinden sich weitere Klassenräume und die Verwaltung. Das Untergeschoß wird mit Lichtschächten, Oberlichten und großzügiger Raumhöhe zu einer hochwertigen Nutzfläche für Bewegungs-, Kreativ-, Koch- und Essensräume. Von hier aus gelangen die Kinder über einen Verbindungsgang direkt in den Turnsaal, dessen Bodenniveau ebenfalls im Untergeschoß liegt. Der obere Bereich des Hauses ragt über den Grund hinaus und lässt viel Tageslicht ins Innere strömen. Zusätzlich zum Turnsaal sind hier auch Zentralgarderobe und Umkleiden untergebracht. Die von außen betrachtet klein wirkende neue Volksschule passt sich der niedrig gehaltenen Wohnbebauung in der Umgebung optimal an. Die Fassadengestaltung wird an die Schwesterngebäude der Pädagogischen Hochschule angepasst. Die Außenflächen von Turnsaal und Vordach bestehen aus Sichtbeton. 

Fotos: Riccione Architekten

Architektur & Visualisierungen
Baubeginn
Q3 2018
Geplante Fertigstellung
Q2 2020
Investitionen
rund 35 Mio. Euro
Nettoraumfläche Sanierung
8.600 m²
Nettoraumfläche Erweiterung
4.000 m²

Erweiterung und Sanierung PH Salzburg

Wettbewerb

EU-weiter, offener, einstufiger Realisierungswettbewerb mit anschließendem Verhandlungsverfahren für die Vergabe von Generalplanerleistungen zur Erlangung von baukünstlerischen Vorentwurfskonzepten für die Sanierung und Erweiterung der Pädagogischen Hochschule Salzburg, Akademiestr. und Viktor-Keldorferstr., 5020 Salzburg.

Die Sitzungen des Preisgerichts fanden am 16.05. und 17.05.2013 statt. Als Gewinner ging das Büro riccione architekten & cortolotti cede gnbr aus Innsbruck hervor.

1. Preis = Gewinner

Projekt 1009, riccione architekten & bortolotti cede gnbr, Innsbruck

Auszug aus dem Juryprotokoll

Städtebaulich geht das vorliegende Projekt in unspektakulärer Art und Weise auf die bestehende Situation ein, ohne den Bestand zu deklassieren.
Gleichzeitig gelingt es, auf die außerordentliche Landschaftssituation des Umfelds zu reagieren. Wesentliche Projektqualitäten werden durch die Neuinterpretation und Ergänzung des Bestands erreicht. 
Eine eindeutige Eingangssituation erschließt die neugeschaffene Eingangshalle, die funktional nicht nur die große zu erwartende Personenfrequenz mühelos aufnimmt, sondern auch unkompliziert verteilt, gleichzeitig Aufenthaltsqualitäten bietet.Insgesamt stellt die neue Eingangshalle nicht nur eine einwandfreie Funktionalität sicher, sondern auch die angestrebte neue Atmosphäre einer zukunftsorientierten hochschulischen Einrichtung.
Ökonomisch stellt sich das Projekt angemessen dar, ohne demonstrativ sparsam zu erscheinen und lässt mit seiner Eleganz  auch auf einen angemessenen Umgang mit Materialitäten schließen. Der Baukörper der Volksschule wird als optische Spange zum Bestand erkannt, die erwartete funktionale Offenheit ist weiterentwickelbar.

 

2. Preis: Projekt 1054, ZT Arquitectos Lda., Arch. DI Thomas Zinterl, Lissabon, Portugal


3. Preis: Projekt 1030, franz ZT GmbH, Arch. DI Robert Diem, Wien


Anerkennung und Nachrücker für die Preisränge: Projekt 1050, ARGE Arch. Schusterschitz / Prackwieser, Innsbruck


Anerkennung: Projekt 1001, 3h epitesziroda kft. (Architekturbüro 3h), Budapest, Ungarn


Anerkennung: Projekt 1027, ARGE architekt thomas gruber+partner ZT GmbH / aap.architekten ZT GmbH, Salzburg/ Wien

Verfahrensbetreuung

Arch. DI Schallhammer
Priesterhausgasse 18
6020 Innsbruck
F +43 662 882202-20
schallhammer(at)aon.at