MedUni Campus Mariannengasse

Spitalgasse 5-9, 1090 Wien
Spitalgasse 5-9, 1090 Wien

MedUni Campus Mariannengasse

Auf 35.000 m² entsteht ein topmoderner Standort für medizinische Forschung und Lehre

Der MedUni Campus Mariannengasse entsteht auf dem Areal der ehemaligen Wien Energie Zentrale in Wien Alsergrund. Er wird auf einer Fläche von rund 35.000 m² Platz für 2.000 Medizin-StudentInnen und 750 MitarbeiterInnen der MedUni Wien bieten. Der neue Campus befindet sich in unmittelbarer Nähe zu den bestehenden Standorten der Medizinischen Universität Wien und wird deren vorklinischen Institute an einem Ort bündeln. Baulich entsteht mit dem MedUni Campus Mariannengasse ein Ensemble aus historischen Bestandsgebäuden, die erhalten und saniert werden, und einem von Delugan Meissl entworfenen Neubau, der auf ca. 70 Metern entlang der Spitalgasse errichtet wird. Bis 2025 soll der Campus fertig sein. Die Investitionskosten betragen rund 340 Mio. Euro. Generalplaner ist eine ARGE aus Delugan Meissl Associated Architects und Architektur Consult.

Die Visitenkarte des MedUni Campus Mariannengasse wird die Glasfassade des Neubaus entlang der Spitalgasse, die vielfach Bezug auf die angrenzenden Gründerzeitfassaden nimmt. Sie greift die typische Dreiteilung in Sockel, Belle Etage und Hauptfassade auf und führt die architektonischen Gliederungselemente aus der Gründerzeit – neu interpretiert – weiter. Ein weiteres bestimmendes architektonisches Merkmal des neuen Campus ist die öffentliche Sockelzone mit dem zentralen Foyer, das sich über drei Geschosse erstreckt. Der zurückgesetzte transparente Sockel verankert die öffentliche Erdgeschosszone mit dem Haupteingang im Stadtbild. Der zweite, ebenfalls barrierefreie Haupteingang befindet sich um die Ecke in Richtung AKH, so entsteht eine öffentliche Durchwegung zwischen Spitalgasse und Lazarettgasse.

Von seiner Funktion her ist der Campus in Allgemeinbereiche, Lehrbereiche und Forschungsbereiche gegliedert. In den unteren Stockwerken sind die Hörsäle und Seminarräume für die Studierenden. In der Sockelzone des Hauptgebäudes sind drei große Hörsäle angeordnet, die jeweils einen starken visuellen Bezug zu den Innenhöfen haben und über diese mit Tageslicht versorgt werden. Weitere Seminar- und Übungsräume befinden sich im ersten und zweiten Obergeschoss. Sie sind im Altbau- und Neubauteil angeordnet.  Hinzu kommen informelle Aufenthaltsbereiche und Lernzonen für die Studierenden. Die Flächen für die Forschung sind im zweiten bis siebenten Stock untergebracht. Die Mensa befindet sich wegen der zentralen Lage und reizvollen Architektur bewusst im Erdgeschoss des denkmalgeschützten Bestandsgebäudes und bildet das Bindeglied von alt und neu bei diesem Bauprojekt.

Atmosphärisch entsteht ein offener Campus mit vier Höfen, die für natürliches Licht im Inneren des Ensembles sorgen. Modernste Infrastruktur für Lehre und Spitzenforschung auf internationalem Niveau wird beim MedUni Campus Mariannengasse mit einem inspirierenden Lern- und Arbeitsumfeld kombiniert. Die unteren Stockwerke sind offen und kommunikativ, mit dem Foyer entsteht eine urbane Landschaft im Inneren des Gebäudes, die den Stadtraum des 9. Bezirks fortsetzt.

Baubeginn
Q4 2020
Beginn Abbrucharbeiten
Q2 2021
Fertigstellung
2025
Fläche
35.000 m²
Investition
340 Mio. Euro
Architektur und Generalplaner
ARGE Delugan Meissl Associated Architects mit Architektur Consult
Visualisierungen
Delugan Meissl Associates Architects
Fotos Bestand
David Schreyer

Errichtung des MedUni Campus Mariannengasse in Wien

Wettbewerb

EU-weiter, nicht offener, 2-stufiger Wettbewerb im Oberschwellenbereich mit anschließendem Verhandlungsverfahren für die Vergabe von Generalplanungsleistungen gemäß Bundesvergabegesetz (BVergG) i. d. g. F. zur Erlangung von Vorentwurfskonzepten für den MedUni Campus Mariannengasse. Dabei handelt es sich um Sanierungen und Neubauten von mehreren Objekten im 9. Wiener Gemeindebezirk im Umfang von rd. 35.000 m2 Nutzfläche, die zukünftig als Universitätsgebäude für die MedUni Wien genutzt werden.

Die Sitzung des Preisgerichts fand am 12. und 13. Juli 2018 statt. Als Gewinner ging Bietergemeinschaft Delugan Meissl Associated Architects und ArchitekturConsult aus Wien hervor.

1. Rang = Gewinner

Bietergemeinschaft Delugan Meissl Associated Architects und ArchitekturConsult aus Wien

 

Auszug aus dem Juryprotokoll

"Die öffentlichen Einrichtungen im Erdgeschoß entlang der Spitalgasse mit Cafe und die Situierung der Mensa an der Ecke Höfergasse/ Rummelhardtgasse bilden eine einladende Campus-Situation. Dies wird für das gesamte Quartier als Mehrwert gesehen. Die Durchwegung im Inneren des Gebäudes […] verbindet in vorbildhafter Art und Weise die Spitalgasse mit dem Platz an der Rummelhardtgasse. Gleichzeitig bietet das Gebäude auch eine leichte Orientierung. […] Die Idee, einen Mitteltrakt zu schaffen, der optimal auf die Anforderung der Labornutzung reagiert und in dem der Großteil der geforderten Laborflächen untergebracht wird, ist einzigartig und sehr überzeugend. Diese Lösung erfüllt nicht nur das Raum- und Funktionsprogramm, sondern bietet auch ein hohes Maß an Flexibilität und Variabilität für zukünftige Nutzungsänderungen, die einem Universitätsbetrieb immanent sind."

 

2. Rang: Projekt 21, TREUSCH architecture ZT GMBH, Wien

3. Rang: Projekt 11, BIEGE F+P ARCHITEKTEN / SWAP ARCHITEKTEN, Wien

Verfahrensbetreuung

ZT DI Andrea Hinterleitner
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