Visualisierung Inffeldgasse 12

Inffeldgasse 12

Inffeldgasse 12

Gemeinsam mit der TU Graz wird der Campus Inffeldgasse durch ein weiteres Projekt erweitert: Das Ende der 1960er-Jahre errichtete Universitätsgebäude in der Inffeldgasse 12 wird als Referenzobjekt für das von der FFG finanzierte Forschungsprojekt CirCon (Circular Construction) ab Sommer 2026 modernisiert, begrünt und energetisch optimiert. Der Entwurf des Grazer Architekturbüros eep architekten sieht für das Gebäude, das bisher als Büro, Hörsaal, Werkstatt und Labor genutzt wurde, eine hohe Aufenthaltsqualität im Eingangs- und Dachbereich vor. Neben der baulichen und energetischen Sanierung wird dem Gebäude zudem eine Holzfassade vorgesetzt.

Das Gebäude in der Inffeldgasse 12 beherbergt unter anderem die Satelliten-Bodenstation des Instituts für Kommunikationsnetze und Satellitenkommunikation – hier wurden die Satelliten TUGSAT-1, OPS-SAT und PRETTY gebaut. Der Betrieb kann während der Sanierung aufrechterhalten werden: Die Antennenanlage am Dach bleibt zugänglich, die Büros werden auf dem Campus übersiedelt, die Labore werden in Containern untergebracht und der Reinraum wird versiegelt.

Architektonisch steht die Neugestaltung des Eingangsbereichs nach dem Entwurf im Mittelpunkt: Ein neues, mit integrierten Photovoltaikelementen ausgestattetes Vordach macht den Haupteingang markant und transformiert ihn in einen einladenden, barrierefreien Ankunftsort. Zudem laden Sitzmöbel im Innen- und Außenbereich zum Austausch ein. Die neue Holzfassade, die der bestehenden vorgesetzt wird, erhält eine blaugrüne Lasur und wird durch Aluminiumelemente ergänzt. Um das Gebäude werden neue Bäume gepflanzt, die Fläche über dem Hörsaal wird durch Grünelemente aufgewertet und große Teile des Dachs werden weiterhin als Versuchsfläche genutzt. Eine gezielte Beschattung sowie eine neue thermische Hülle mit außenliegendem Sonnenschutz machen das Gebäude energieeffizienter. Der Campus ist an die interne Fernwärme und den zentralen Kälteverbundring der TU Graz angeschlossen.

Sanierung | Digitalisierung | EU-Taxonomie
Das Projekt ist unser erstes EU-taxonomiekonformes Sanierungsvorhaben, das unter Einsatz von Building Information Modeling (BIM) abgewickelt wird. Im Zentrum des Forschungsprojekts CirCon steht die EU-taxonomiekonforme und kreislauffähige Sanierung von Bestandsbauten unter Einsatz digitaler Methoden und Werkzeuge. Damit stellt die Inffeldgasse 12 ein Projekt mit höchstem Innovationsfaktor in den Bereichen Sanierung, Digitalisierung und EU-Taxonomie dar. Ziel ist es, sowohl die technische Umsetzung als auch eine standardisierte und transparente Nachweisführung für künftige Sanierungsprojekte zu verbessern.

Baustart
Q3 2026
Fertigstellung
Q1 2028
Investition
10 Mio. Euro
Architektur
Visualisierung