Ferrarischule Innsbruck

Weinhartstraße 4, 6020 Innsbruck
Weinhartstraße 4, 6020 Innsbruck

Ferrarischule Innsbruck

Sanierung und Erweiterung

Das bestehende Schulgebäude wurde durch eine Aufstockung um rund 1.200 Quadratmeter erweitert. Aufgrund des neuen Raumkonzepts war somit die Verlegung der Sonderunterrichtsräume für die Bereiche Mode, Kreativbildung, Mediendesign, Werken als auch der Bibliothek vom Erdgeschoß in das neu hinzugekommene Stockwerk möglich. Die frei gewordenen Räumlichkeiten konnten dadurch zu zeitgemäßen und hellen Unterrichtsräumen umfunktioniert werden.

Der Gangbereich im neuen Geschoß wurde mit bunten Sitzmöbeln und bodentiefer Verglasung besonders nutzerfreundlich gestaltet. Es entstanden auf diese Weise einladende Aufenthaltszonen. Gleichzeitig eignen sich diese Bereiche auch als Präsentationsflächen für die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler.
Die bestehende Terrasse im ersten Obergeschoß wurde generalsaniert. Zusätzlich entstand im aufgestockten Teil des Schulgebäudes eine weitere Dachterrasse, die zum Erholen an der frischen Luft einlädt.

Der aus den späten 60er-Jahren stammende Internatstrakt wurde bis auf die Tragstruktur rückgebaut und mit einem neuen Raumkonzept wiedererrichtet. Fünfbettzimmer mit Sanitäranlagen am Gang gehören nun der Vergangenheit an. Stattdessen verfügen sie über Wohneinheiten mit modernen Zwei- und Vierbettzimmern und jeweils integrierten Sanitärräumen.

Auch in Hinblick auf die Energieeffizienz und technische Ausstattung wurde das Schul- und Internatsgebäudes auf den neuesten Stand gebracht. Während die thermische Sanierung der Fassade als auch der Tausch der Heizung für reduzierte Energiekosten sorgen, wurden sämtliche Elektroinstallationen und Oberflächen erneuert.

Die "Ferrarischule" hat ihren Namen vom Grafen Ferrari, der das Palais, in dem heute die Schulverwaltung untergebracht ist, Ende des 17. Jahrhunderts errichtet hat. Später verarmte die Familie und verkaufte das inzwischen verwahrloste Palais an die Stadt Innsbruck. Nach einer Sanierung bezogen im Jahr 1926 die "Vereinigten Frauenschulen" das Palais. Das "neue" Schulhaus und Internat neben dem Palais wurde 1972 eröffnet.

Fotos: Günter Richard Wett

 

Baubeginn
Q1 2017
Fertigstellung
Q3 2018
Architektur
Huber und Theissl Architekten
Investitionen
rund 14 Mio. Euro
Nettoraumfläche Erweiterung
rund 1.200 m²
Nettoraumfläche Sanierung
rund 10.200 m²

Sanierung und Erweiterung Ferrarischule

Wettbewerb

EU-weiter offener, einstufigen Realisierungswettbewerb mit anschließendem Verhandlungsverfahren für die Vergabe von Generalplanerleistungen zur
Erlangung von baukünstlerischen Vorentwurfskonzepten für die Erweiterung und Sanierung der HBLA f.w.B. Innsbruck (Ferrarischule), 6020 Innsbruck, Weinhartstraße 4.

Die Sitzungen des Preisgerichts fanden am 06.03. und 07.03.2013 statt. Als Gewinner gingen die Architekten Brigitte Huber-Theissl und Georg Huber aus Salzburg hervor.

1. Preis = Gewinner

Projekt 018, Arch. DI Brigitte Huber-Theissl und Arch. DI Georg Huber, 5020 Salzburg

Auszug aus dem Juryprotokoll

Das Projekt besticht durch seine konsequente Grundhaltung, den Bestand weitgehend zu belassen und die Aufgabe über ein formal eigenständiges drittes Obergeschoß zu lösen. Das Projekt versteht es gekonnt die inhaltlichen Anforderungen an das offene Lernen bzw. zukünftige Entwicklungsprozesse an der Schule Platz zu geben. Neben den zu erwartenden Innenraumqualitäten ermöglicht der zurückspringende, aufgesetzte Baukörper umlaufende Erweiterungen ins Freie (Dachterrasse) und lässt die städtebauliche Kante des Bestands unverändert. Die interne Einteilung / Verteilung der Internatszimmer erfährt in der Aufstockung eine hohe Qualitätsverbesserung (Zugang zur Dachterrasse). Die eigenständige Zugänglichkeit des Internats im Eingangsbereich findet in der räumlichen Aufwertung große Akzeptanz. Qualitative und punktuelle Eingriffe im Bestand (z.B. Werkatrium) ergänzen das Projekt.

 

2. Preis: Projekt 027, riccione architekten bortolotti cede, Innsbruck 

 

3. Preis: Projekt 031, Architekt Manfred Waldhör / AT4 Architekten, Linz 

 

Anerkennung und Nachrücker: Projekt 008, ArchitekturConsult ZTGmbH, Graz 

 

Anerkennung: Projekt 042, Christian Öller Architekt, Innsbruck 

 

Anerkennung: Projekt 033, Architekt DI Hans Mesnaritsch ZT, Graz 

 

Nachrücker für die Anerkennung: Projekt 039, ZT Arquitectos Lda (GF Arch. DI Thomas Zinterl), Lissabon

Verfahrensbetreuung

ao-architekten ZT-GmbH
Olympiastraße 17, 6020 Innsbruck
T +43 512 362373
F +43 512 362442
office(at)ao-architekten.com

 
Ferrarischule
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