Ferrarischule Innsbruck

Weinhartstraße 4, 6020 Innsbruck
Weinhartstraße 4, 6020 Innsbruck

Ferrarischule Innsbruck

Sanierung und Erweiterung

Die "Ferrarischule" in Innsbruck besteht aus drei Gebäuden, einem historischen Palais, in dem die Schulverwaltung untergebracht ist, einem "Salettl" zur Abhaltung von Prüfungsessen und einem Schulhaus samt Internat aus den 1970er Jahren. Für die Sanierung und Erweiterung des Schul- und Internatsgebäudes wurde zunächst die Tragkonstruktion des Hauses ertüchtigt. Anschließend erfolgten die Ausbauarbeiten für ein neues Obergeschoß. Hier wurden offene, modern ausgestattete Klassenräume für die Abteilungen Mode, Kreativbildung, Mediendesign und die Bibliothek geschaffen. Zudem sanierte die BIG abschnittsweise - wo erforderlich - die darunterliegenden
Unterrichtsräume.

Parallel dazu wurde der Internatstrakt bis auf die Tragstruktur rückgebaut und mit einem neuen Raumkonzept neu aufgebaut. Anstelle der bestehenden Fünfbettzimmer errichtete die BIG moderne Zwei- und Vierbettzimmer mit jeweils eigenen Sanitärräumen. Um trotz neuer Raumaufteilung die Anzahl an Heimplätzen konstant zu halten, wurde der Internatstrakt auf Teile des Erdgeschoßes ausgeweitet.

Darüber hinaus wurden Aula, Speisesaal und Freiluftatrium neugestaltet. Die thermische Sanierung der Fassade sorgt für niedrigere Energiekosten. Das gesamte Schul- und Internatsgebäude ist jetzt barrierefrei erschlossen. Zudem wurden die Brandschutzeinrichtungen adaptiert. Die Pläne für die Sanierung und Erweiterung stammen von huber + theissl architekten aus Salzburg. Die Bauarbeiten fanden abschnittsweise, bei laufendem Betrieb statt. Die Mehrheit der Internatsschüler konnte auch während der Bauarbeiten am Standort verbleiben. Rund 30 Schüler wurden für die Dauer der Bauarbeiten in Ersatz-Heimplätzen untergebracht.

Die "Ferrarischule" hat ihren Namen vom Grafen Ferrari, der das Palais, in dem heute die Schulverwaltung untergebracht ist, Ende des 17. Jahrhunderts errichtet hat. Später verarmte die Familie und verkaufte das inzwischen verwahrloste Palais an die Stadt Innsbruck. Nach einer Sanierung bezogen im Jahr 1926 die "Vereinigten Frauenschulen" das Palais. Das "neue" Schulhaus und Internat neben dem Palais wurde 1972 eröffnet.

Fotos: Günter R. Wett

Baubeginn
Q1 2017
Fertigstellung
Q3 2018
Architektur
Huber-Theissl Architekten
Investitionen
rund 14 Mio. Euro
Nettoraumfläche Erweiterung
rund 1.222 m²
Nettoraumfläche Sanierung
rund 10.232 m²
Website

Sanierung und Erweiterung Ferrarischule

Wettbewerb

EU-weiter offener, einstufigen Realisierungswettbewerb mit anschließendem Verhandlungsverfahren für die Vergabe von Generalplanerleistungen zur
Erlangung von baukünstlerischen Vorentwurfskonzepten für die Erweiterung und Sanierung der HBLA f.w.B. Innsbruck (Ferrarischule), 6020 Innsbruck, Weinhartstraße 4.

Die Sitzungen des Preisgerichts fanden am 06.03. und 07.03.2013 statt. Als Gewinner gingen die Architekten Brigitte Huber-Theissl und Georg Huber aus Salzburg hervor.

1. Preis = Gewinner

Projekt 018, Arch. DI Brigitte Huber-Theissl und Arch. DI Georg Huber, 5020 Salzburg

Auszug aus dem Juryprotokoll

Das Projekt besticht durch seine konsequente Grundhaltung, den Bestand weitgehend zu belassen und die Aufgabe über ein formal eigenständiges drittes Obergeschoß zu lösen. Das Projekt versteht es gekonnt die inhaltlichen Anforderungen an das offene Lernen bzw. zukünftige Entwicklungsprozesse an der Schule Platz zu geben. Neben den zu erwartenden Innenraumqualitäten ermöglicht der zurückspringende, aufgesetzte Baukörper umlaufende Erweiterungen ins Freie (Dachterrasse) und lässt die städtebauliche Kante des Bestands unverändert. Die interne Einteilung / Verteilung der Internatszimmer erfährt in der Aufstockung eine hohe Qualitätsverbesserung (Zugang zur Dachterrasse). Die eigenständige Zugänglichkeit des Internats im Eingangsbereich findet in der räumlichen Aufwertung große Akzeptanz. Qualitative und punktuelle Eingriffe im Bestand (z.B. Werkatrium) ergänzen das Projekt.

 

2. Preis: Projekt 027, riccione architekten bortolotti cede, Innsbruck 

 

3. Preis: Projekt 031, Architekt Manfred Waldhör / AT4 Architekten, Linz 

 

Anerkennung und Nachrücker: Projekt 008, ArchitekturConsult ZTGmbH, Graz 

 

Anerkennung: Projekt 042, Christian Öller Architekt, Innsbruck 

 

Anerkennung: Projekt 033, Architekt DI Hans Mesnaritsch ZT, Graz 

 

Nachrücker für die Anerkennung: Projekt 039, ZT Arquitectos Lda (GF Arch. DI Thomas Zinterl), Lissabon

Verfahrensbetreuung

ao-architekten ZT-GmbH
Olympiastraße 17, 6020 Innsbruck
T +43 512 362373
F +43 512 362442
office(at)ao-architekten.com

 
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