Biologiezentrum Universität Wien

Schlachthausgasse 43, 1030 Wien
Schlachthausgasse 43, 1030 Wien

Biologiezentrum Universität Wien

Neubau

Die BIG errichtet ein neues Biologiezentrum für die Universität Wien. Der Neubau entsteht auf dem derzeit unbebauten, fast 12.000 m² großen Grundstück entlang der Schlachthausgasse (Kreuzung Landstraßer Hauptstraße) in St. Marx im dritten Wiener Gemeindebezirk. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Vienna Biocenter, der größte Life Sciences Cluster in Österreich, an dem die Universität Wien mit dem Zentrum für Molekulare Biologie und den Max F. Perutz Laboratories maßgeblich beteiligt ist.

Den Baufortschritt können Sie hier mitverfolgen, da eine Baustellenkamera 14-tägig anonymisierte Bilder von der Baustelle liefert.

Auf einem zweigeschossigen Sockel – bestehend aus vier einzelnen "Gebäudeschollen" – befindet sich ein viergeschossiger kompakter Forschungsriegel mit einem Lichthof und einer geschützten Dachterrasse. Der Haupteingang befindet sich an der Viehmarktgasse schräg gegenüber dem Vienna Biocenter. Insgesamt werden auf dem Areal fast 19.000 m² Nutzfläche errichtet.

Alle "öffentlichen Funktionen" wie Bibliothek, Lehre, Service, Mensa und Verwaltung sind in den Sockelgeschossen untergebracht. Vom Haupteingang erreicht man über ein verglastes Foyer ebenerdig den Service mit Studierendencenter/Buch-Shop und die Bibliothek. In unmittelbarer Nähe und zur beruhigten Erne-Seder-Gasse hin orientieren sich die großen Hörsäle und eine Mensa mit Außenterrasse. Der über dem zweiten bis zum fünften Obergeschoß reichende Forschungsriegel ist so konzipiert, dass pro Ebene ein Cluster und zusammenhängende Bereiche der "Shared Labs" Platz finden.

Visualisierungen: Ponnie Images

Architektur
Dipl.-Ing. Architekt Karsten Liebner, Dipl.-Ing. (FH) Architekt Marcel Backhaus
Baustellenbilder
DI Wolfgang Reinisch
Baubeginn
Q3 2018
Geplante Fertigstellung
Q1 2021

Neubau des Biologiezentrums Universität Wien St. Marx

Wettbewerb

EU-Weiter, offener, einstufiger Realisierungswettbewerb mit anschließendem Verhandlungsverfahren für die Vergabe von Generalplanerleistungen zur Erlangung von baukünstlerischen Vorentwurfskonzepten für den Neubau des Biologiezentrums Universität Wien St. Marx am Standort 1030 Wien, Schlachthausgasse 43 (Universitätsgebäude für Lebenswissenschaften).

Die Sitzungen des Preisgerichts fanden am 20.03. und am 21.03.2017 statt. Als Gewinner gingen Dipl.-Ing. Architekt Karsten Liebner und Dipl.-Ing. (FH) Architekt Marcel Backhaus, D-10407 Berlin hervor.

1. Rang = Gewinner

Projekt 24
Dipl.-Ing. Architekt Karsten Liebner, Dipl.-Ing. (FH) Architekt Marcel Backhaus, 10407 Berlin

Auszug aus dem Juryprotokoll

Das Projekt gliedert sich in einen in Nord-Süd Richtung erstreckten, um 2 Geschosse angehobenen Baukörper über einer 2-geschossigen Sockelzone. Diese Dualität spiegelt gekonnt die Unterteilung des Gebäudes in zwei große Bereiche wieder: einen grundsätzlich öffentlichen Bereich mit Bibliothek, Mensa und Hörsälen im Sockel und einen beschränkt öffentlichen Bereich mit Labors, Büros und weiteren Arbeitsbereichen darüber.

Die Organisation der internen Bereiche erfolgt in einem homogenen Baukörper mit drei bzw. vier Ebenen, der sich über die gesamte Länge der Front zur Schlachthausgasse erstreckt. Der kräftige, eher geschlossen erscheinende lange Baukörper scheint dabei in der Art eines liegenden Hochhauses über dem transparenten Sockel zu schweben. 

Der Sockel zeigt zur Schlachthausgasse wichtige Einblicke in das universitäre Leben, im Besonderen in Bibliothek und Seminarräume. Nach Westen, in Richtung der Erne-Seder-Gasse, wird die Strenge des Baukörpers durch vier flache Volumen aufgelöst, die in die Freiflächen ragen und eine Verwebung mit den Außenbereichen in der Art eines Campus bewirken. Die Mall überzeugt als übersichtliche, angemessen dimensionierte Halle, von der aus die Verteilung aller Wege im Haus den Ausgang nimmt. In Summe gelingt es dem Projekt, die aktiven „kommunikativen“ Funktionen um die Mall zu versammeln. Dies verspricht eine positive Identifikation der „Community“ mit ihrem Haus.

Die Materialität der Fassaden ist als „vorgehängte Klinkerfassade mit regelmäßigem Läuferverband“ dargestellt und ist so geeignet, der Universität an diesem Ort eine klare Identität und Adresse zu geben. Durch das Material wird, wie vom Verfasser beschrieben, eine Verbindung zum benachbarten alten Schlachthofgelände hergestellt. Zugleich verkörpert die Klinkerfassade auch einen Bezug zu großen Universitäten in Europa (Oxford, Alvar Aalto Campus Helsinki) wie auch in den USA.

 

2. Rang: Projekt 22,  ARGE F+P Architekten ZT GmbH - Swap Architekten ZT GmbH, 1070 Wien

3. Rang: Projekt 40, Silberpfeil - Architekten ZT GmbH, 1080 Wien

Anerkennung: Projekt 07, ARGE franz + Sue, 1060 Wien

Anerkennung: Projekt 11, YF Architekten ZT GmbH, 1060 Wien

Anerkennung: Projekt 20, TREUSCH architecture ZT GmbH, 1070 Wien

Verfahrensbetreuung

next-pm ZT GmbH
Adresse: 1010 Wien, Spiegelgasse 10
T +43 1 512 36 66
office(at)next-pm.at

 
Biozentrum St. Marx
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Biologiezentrum St. Marx
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