Visualisierung Hof
Visualisierung Turnhalle

BG/BRG Kriehubergasse

Kriehubergasse 18, 1050 Wien
Kriehubergasse 18, 1050 Wien

Das Projekt überzeugt vor allem durch seinen außerordentlich präzisen gestalterischen und funktionalen Ansatz, in dem alle Themen reduziert und einfach, jedoch mit großer
Qualität gelöst sind. So kombinieren die eingesetzten Elemente in vielen Bereichen mehrere Funktionen und Ziele auf einfache und überzeugende Weise. Oberirdisch wird das Element der Oberlichtlaterne eingeführt, welches 3-mal freistehend und einmal als in den Lichthof des Bestandsgebäudes gerückt eingesetzt wird. Mit diesen 4 Elementen wird einerseits ganz reduziert aber sehr qualitätvoll der Durchblick und Einblick von der Straße aus definiert, andererseits spannen die Elemente überzeugend den Freiraum zwischen sich auf, und erreichen so eine einfache und logische Gliederung des gesamten Bereiches. Mit dem an das Bestandsgebäude angelagerten 4. Element werden gleichzeitig der externe Zugang, der Ausgang von innen in den Freibereich und alle erforderlichen oberirdischen Nebenräume kompakt, aber gut dimensioniert angeboten. Das Projekt legt alle 4 Turnsäle in Serie an die Kriehubergasse und erschließt diese von einer gut dimensionierten Spange an der Gartenseite. Diese wird über eine der großen Laternen mit Tageslicht versorgt. In der Laterne ist auch gleichzeitig ein Gartenaufgang angeordnet, der zudem als 2. Fluchtweg dient. Der Abgang zu den Turnsaaleingängen aus der Erschließungsspange ist extrem kompakt gehalten und wird ebenfalls noch vom Tageslicht erreicht. Die Lage der Spange an der Gartenseite ermöglicht die Zusammenlegung der Erschließung von innen und außen in einem gemeinsamen ebenfalls mit Tageslicht versorgten Foyer. Von der schulinternen Haupttreppe gelangt man in einer logischen Wegeführung über den Garderobenbereich dorthin. Die Nebenräume sind in das Bestandsgebäude mit minimalen Eingriffen integriert, die Fluchtwege sind eingehalten.

Das Projekt liegt von den Kosten her im wirtschaftlichen Bereich, da der Neubau sehr kompakt gehalten wird und das Baufeld nicht ausnutzen muss. Raum und Funktionsprogramm
werden eingehalten. Statik und Entfluchtung sind überzeugend gelöst. Die Feuerwehrzufahrt bleibt erhalten und ist dargestellt, der geringe Niveauunterschied und lange Weg ermöglicht eine Rampenneigung von nur 2 %. Das Erreichen der angestrebten Energieeffizienz und der Zertifizierung klima:aktiv Silber wird durch die intensive Nutzung des Bestandes und die kompakte Bauweise des Neubaus erreichbar sein.

Baubeginn
Q2/2022
Fertigstellung
Q2/2024
Nettoraumfläche
3.700 m²
Investitionen
25 Mio. Euro
Architektur und Visualisierungen

Neubau eines Turnsaalzentrums des BG/BRG Kriehubergasse

Wettbewerb

EU-weiter, offener, einstufiger Realisierungswettbewerb mit anschließendem Verhandlungsverfahren für die Vergabe von Generalplanerleistungen zur Erlangung von baukünstlerischen Vorentwurfskonzepten für den Neubau eines Turnsaalzentrums am Standort Kriehubergasse 18, 1050 Wien.

Die Sitzungen des Preisgerichts fanden am 21.04.2020 und 22.04.2020 statt. Als Gewinner gingen ARTEC Architekten Bettina Götz und Richard Manahl hervor.

1. Rang = Gewinner

Projekt 11, ARTEC Architekten Bettina Götz und Richard Manahl, 1050 Wien

 

Auszug aus dem Juryprotokoll

Das Projekt überzeugt vor allem durch seinen außerordentlich präzisen gestalterischen und funktionalen Ansatz, in dem alle Themen reduziert und einfach, jedoch mit großer
Qualität gelöst sind. So kombinieren die eingesetzten Elemente in vielen Bereichen mehrere Funktionen und Ziele auf einfache und überzeugende Weise. Oberirdisch wird das Element der Oberlichtlaterne eingeführt, welches 3-mal freistehend und einmal als in den Lichthof des Bestandsgebäudes gerückt eingesetzt wird. Mit diesen 4 Elementen wird einerseits ganz reduziert aber sehr qualitätvoll der Durchblick und Einblick von der Straße aus definiert, andererseits spannen die Elemente überzeugend den Freiraum zwischen sich auf, und erreichen so eine einfache und logische Gliederung des gesamten Bereiches. Mit dem an das Bestandsgebäude angelagerten 4. Element werden gleichzeitig der externe Zugang, der Ausgang von innen in den Freibereich und alle erforderlichen oberirdischen Nebenräume kompakt, aber gut dimensioniert angeboten. Das Projekt legt alle 4 Turnsäle in Serie an die Kriehubergasse und erschließt diese von einer gut dimensionierten Spange an der Gartenseite. Diese wird über eine der großen Laternen mit Tageslicht versorgt. In der Laterne ist auch gleichzeitig ein Gartenaufgang angeordnet, der zudem als 2. Fluchtweg dient. Der Abgang zu den Turnsaaleingängen aus der Erschließungsspange ist extrem kompakt gehalten und wird ebenfalls noch vom Tageslicht erreicht. Die Lage der Spange an der Gartenseite ermöglicht die Zusammenlegung der Erschließung von innen und außen in einem gemeinsamen ebenfalls mit Tageslicht versorgten Foyer. Von der schulinternen Haupttreppe gelangt man in einer logischen Wegeführung über den Garderobenbereich dorthin. Die Nebenräume sind in das Bestandsgebäude mit minimalen Eingriffen integriert, die Fluchtwege sind eingehalten.
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Das Projekt liegt von den Kosten her im wirtschaftlichen Bereich, da der Neubau sehr kompakt gehalten wird und das Baufeld nicht ausnutzen muss. Raum und Funktionsprogramm
werden eingehalten. Statik und Entfluchtung sind überzeugend gelöst. Die Feuerwehrzufahrt bleibt erhalten und ist dargestellt, der geringe Niveauunterschied und lange Weg ermöglicht eine Rampenneigung von nur 2 %. Das Erreichen der angestrebten Energieeffizienz und der Zertifizierung klima:aktiv Silber wird durch die intensive Nutzung des Bestandes und die kompakte Bauweise des Neubaus erreichbar sein.

 

2. Rang: Projekt 30, Bogenfeld Architektur ZT GmbH, 4020 Linz

3. Rang: Projekt 15, Silbermayr Welzl, 1010 Wien

Anerkennung: Projekt 05, maul-architekten zt gmbh, 1150 Wien

Anerkennung: Projekt 19, Architekt Dipl.Ing. Christoph Geisler, 1170 Wien

Anerkennung: Projekt 20, Veit Aschenbrenner Architekten ZT Gmbh, 1070 Wien

Verfahrensbetreuung

ZT DI Andrea Hinterleitner
Ditscheinergasse 4/12
1030 Wien
T + 43 1 877 48 11
F + 43 1 877 48 54
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