Anhaltezentrum Vordernberg

Hauptstraße 162, 8794 Vordernberg
Hauptstraße 162, 8794 Vordernberg

Anhaltezentrum Vordernberg

Neubau

Das Projekt "Neubau Anhaltezentrum Vordernberg“ wurde im Auftrag des Bundesministerium für Inneres (BMI) errichtet. Im Juni 2010 gewann das Büro SUE den EU-weiten, offenen einstufigen Realisierungswettbewerb.

Das Projekt ist im Wesentlichen in zwei Bereiche gegliedert:
Ein langgestreckter Verwaltungstrakt (3 geschoßig) unmittelbar an der Straße und von dieser abgewandt ein kammartig gegliederter Wohntrakt (2 geschoßig) dessen Höfe sich zu Bach und Berg öffnen.

Die Verklammerung dieser beiden Bereiche erfolgt über die Gemeinschaftsräume deren räumliche Fortsetzung den Verwaltungstrakt bis zur Straßenfront durchdringt und Besucher– und weitere Kommunikationsräume enthält.

Der Verwaltungstrakt übernimmt an Stelle einer herkömmlichen Mauer die Außensicherung entlang der Straße.  Die seitliche Außensicherung wurde mittels einer Mauer und eines innen liegenden Zauns errichtet. Die Außensicherung entlang des Vordernberger Bachs übernehmen zwei Zäune.

Im Wohntrakt können neun Wohngruppen untergebracht werden, jede Wohngruppe hat einen zugeordneten Freibereich und Aufenthaltsbereich.

Fotos: Hertha Hurnaus

Baubeginn
Q1 2012
Fertigstellung
Q4 2013
Architektur
Investitionen
rund 25 Mio. Euro
Nettogrundrissfläche
rund 9.600 m²

Neubau Anhaltezentrum Vordernberg

Wettbewerb

EU-weiter, offener einstufiger Realisierungswettbewerb mit anschließendem Verhandlungsverfahren für die Vergabe von Generalplanerleistungen zur Erlangung von baukünstlerischen Vorentwurfskonzepten für die Neuerrichtung eines "Schubhaftzentrums" Vordernberg am Standort 8794 Vordernberg, Hauptstraße 162.

Die Jurysitzung fand am 06. und 07.05.2010 und 07.06.2010 statt. Als Gewinner ging das Architekturbüro SUE Architekten ZT KG, A-1060 Wien hervor.

1. Preis

Projekt 1007, SUE Architekten ZT KG, Wien

Auszug aus dem Juryprotokoll

Das Projekt ist im Wesentlichen in zwei Bereiche gegliedert:
Ein langgestreckter Verwaltungstrakt unmittelbar an der Straße und von dieser abgewandt ein kammartig gegliederter Wohntrakt, dessen Höfe sich zu Bach und Berg öffnen.
Die Verklammerung dieser beiden Bereiche erfolgt über die Gemeinschaftsräume deren räumliche Fortsetzung den Verwaltungstrakt bis zur Straßenfront durchdringt und Besucher– und weitere Kommunikationsräume enthält. Derart wird die Anwesenheit der angehaltenen Bewohner mittelbar sowie zeichenhaft präsent und so auch die Differenz zu einer herkömmlichen Haftanstalt bewusst.

Der Verwaltungstrakt übernimmt an Stelle einer herkömmlichen Mauer die Außensicherung entlang der Straße. Als Gebäude in gewohnter Typologie prägt es die Straßenansicht der Anlage und vermittelt „Normalität“. 

 

2. Preis: Projekt 1015, Arch. DI Haider, Neusiedl am See


3. Preis: Projekt 1026, Schätzler Architekten, München


Anerkennung/Nachrücker in die Preisränge: Projekt 1011, Friedrich Bär Dipl.-Ing. (FH) Architekt BDA, Nürnberg


Anerkennung: Projekt 1013, Lorber+Paul Architekten BDA, Köln


Anerkennung: Projekt 1018, Gangoly&Kristiner Architekten, Graz


Nachrücker für Anerkennung: Projekt 1028, Wendl ZT-GesmbH

Verfahrensbetreuung

Architekturbüro Kampits & Gamerith ZT - GmbH
Gleisdorfergasse 4. 8010 Graz
T + 43 316 327589
F + 43 316 327589 - 22
vordernberg(at)kampits.at

 

Nominierung

Architekturpreis des Landes Steiermark 2016

Der Architekturpreis des Landes Steiermark ist mit einem Preisgeld von € 10.000 dotiert. Die Vergabe erfolgt im Dreijahresrhythmus. Die Zuerkennung des Architekturpreises des Landes Steiermark erfolgt nach öffentlicher Ausschreibung. Mit der Durchführung war das HDA – Haus der Architektur Graz betraut. Prämiert wird ein in der Steiermark innerhalb der letzten drei Jahre errichtetes Objekt.

Am 17. November 2016 wurde im Rahmen der Kulturpreisverleihung des Landes Steiermark der Architekturpreis 2016 vergeben. Mit der Vergabe des Architekturpreises des Landes Steiermark werden Projekte gewürdigt, die einen Beitrag zur zeitgenössischen qualitätsvollen Architektur in der Steiermark leisten. Die Zuerkennung des Preises erfolgt jeweils über den Beschluss eines Kurators / einer Kuratorin. 2016 wurde Tina Gregorič / Ljubljana, Slowenien, als Kuratorin für den Architekturpreis bestellt.

Zu den nominierten Projekte zählte unter anderem auch das Anhaltezentrum Vordernberg.

 
Schubhaftzentrum Vordernberg
Schubhaftzentrum Vordernberg
Schubhaftzentrum Vordernberg
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