AHS Winkeläckerstraße
Neubau der AHS Winkeläckerstraße
EU-weiter, offener, einstufiger Realisierungswettbewerb mit anschließendem Verhandlungsverfahren für die Vergabe von Generalplanerleistungen für den Neubau der AHS Winkeläckerstraße, 1210 Wien.
Die Sitzung des Preisgerichts fand am 22. und 23.10.2025 statt. Als Gewinner ging die MEGATABS architekten ZT GmbH hervor.
1. Rang = Gewinner
Projekt 28 / MEGATABS architekten ZT GmbH
Die eigenständige Konfiguration der Baukörper reagiert städtebaulich schlüssig auf dem Grundstück mit seiner anspruchsvollen Topografie und dem heterogenen Kontext. Die Ausbildung vier gleichwertiger Baukörper, die sich durch leichte Fugen voneinander absetzen und höhenmäßig dem topographischen Verlauf folgen, wird vom Preisgericht als hervorragende Lösung bewertet. Das Grundstück wird präzise und optimal genutzt bei gleichzeitiger Bedachtnahme auf die geringstmögliche Versiegelung und reduzierte bebaute Fläche. Die Qualitäten des Grundstückes werden durch die Verbindung zum grünen Freiraum mit altem Baumbestand auf der Südseite auf vielfältige Weise bestärkt.
Der zentral gelegene Haupteingang führt in die attraktive Aula mit ungehindertem Ausblick in die südliche Gartenzone und der angrenzenden Aufenthalts- und Speisezone mit vorgelagertem Außenbereich. Von dort erreicht man übersichtlich die einladende Treppe mit guter Orientierung und Blickbeziehungen. Der innovative und in diesem Wettbewerb einzigartige Ansatz, Cluster und Departments in voneinander differenzierten, aber über einen inneren Boulevard verbundene, vier gleich großen Volumina zu integrieren überzeugte das Preisgericht. Die Funktionen sind in ihrer kompakten Anordnung stimmig organisiert und verfügen über eine übersichtliche innere Erschließung mit kurzer Wegeführung.
Die Lage der Turnhallen im Untergeschoß ist so geschickt positioniert, dass sie gut intern und extern erreichbar sind, aber nicht als voluminöse Baumasse in Erscheinung treten. Auf die Kriterien für schonenden Umgang mit Ressourcen und Nachhaltigkeit im Sinne der Klimaresilienz reagiert das Projekt indem sowohl die bebaute Fläche als auch die Volumina auf überlegte Weise reduziert wurden. Jede nicht gebaute Fläche erzeugt kein CO2. Die Bauweise als Holzskelett Hybridbau mit hohem Vorfertigungsgrad sichert eine langlebige, flexible und rückbaubare Struktur.
2. Rang
Projekt 47 / Kronaus Mitterer Architekten ZT GmbH
3. Rang
Projekt 13 / ATELIER 30 Architekten GmbH
Anerkennungen
Projekt 20 / MINTplus ZT GmbH
Projekt 39 / Hohensinn Architektur ZT GmbH
Projekt 46 / Mensing Timofticiuc Architekten PartgmbB
Verfahrensbetreuung:
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