Spatenstich für die neue AHS Baden bei Wien
Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) errichtet im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung (BMB) einen neuen AHS Standort in Baden bei Wien und setzt damit einen Schritt Richtung Bildungscampus in der Stadt. Heute Mittag setzten Bildungsminister Christoph Wiederkehr, Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Bildungsdirektor Karl Fritthum, Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli und BIG Geschäftsführer Gerald Beck den feierlichen Spatenstich zu dem Bauprojekt. Die BIG und das BMB investieren rund 58 Mio. Euro in die Errichtung des neuen Gymnasiums mit der Schwerpunktsetzung "Nachhaltigkeit und Ökologie" sowie "Digitalisierung". Bereits im Herbst 2028 sollen die Schulgemeinschaft des aktuellen Aufbauquartiers in der Wiener Straße das Gebäude beziehen.
"Dieser Standort ist ein zentraler Baustein für den zukünftigen Bildungscampus in Baden. Die BIG schafft mit diesem Projekt eine hochmoderne Infrastruktur, die durch ihre Synergien mit den umliegenden Bildungseinrichtungen langfristig den gesamten Standort stärkt. Durch den Einsatz lokaler Energiequellen wie Erdwärme und Photovoltaik setzen wir ein deutliches Zeichen für einen nachhaltigen, zukunftsweisenden Schulbau," so BIG Geschäftsführer Gerald Beck.
„Mit dem Baustart der neuen AHS schaffen wir in Baden einen modernen Lern- und Lebensraum für 800 Schülerinnen und Schüler. Gute Bildung braucht gute Rahmenbedingungen: Räume, die zeitgemäßes Lernen ermöglichen, Freiflächen, die Begegnung und Bewegung fördern, und eine Infrastruktur, die den Anforderungen der Zukunft gerecht wird. Gleichzeitig denken wir Bildung hier über einzelne Schulformen hinaus und schaffen Schritt für Schritt einen Bildungscampus, der Kinder und Jugendliche von der Primarstufe bis zur Hochschulausbildung begleitet. Das ist ein starkes Signal für den Bildungsstandort Baden und eine Investition in die Zukunft junger Menschen“, so Bildungsminister Christoph Wiederkehr.
Vielseitiger Grünraum und offene Lernzonen
Das Hauptgebäude der AHS Baden wird in L-Form entlang der Straßenkanten von Hochschulpromenade und Emil-Kraft-Gasse errichtet. Dies bietet die Möglichkeit, dass sich alle der drei Geschoße straßenabgewandt zu Grünflächen hin öffnen. So betritt man im Erdgeschoß den zentralen Schulhof und über die beiden oberen Stockwerke eine rund 1.680 m² große, intensiv begrünte Aufenthaltsterrasse auf dem Dach der teilweise im Gelände versenkten Turnhalle.
Über den Haupteingang auf der Hochschulpromenade gelangt man in ein helles Foyer, das in Veranstaltungssaal und allgemeinen Pausen- bzw. Buffetbereich übergeht, die sich transparent zum grünen Innenhof öffnen. Loggien in den beiden Obergeschossen bieten geschützte Außenräume zum Lernen und Frischluft schnappen. Die große Terrasse ist als zentraler Pausenraum von beiden Geschossen direkt erreichbar. Gangbereiche werden in allen Stockwerken als offene Lernzonen genutzt und bieten Raum für Pausenaufenthalte, Gruppenarbeiten und offenes Lernen.
Die Architektur unterstreicht eine offene und kooperative Schul- und Unterrichtsatmosphäre. Für den Innen- bzw. Außenbereich werden naturbelassene Materialien verwendet. Die beiden geplanten Schwerpunktsetzungen der neuen AHS sind "Nachhaltigkeit und Ökologie" sowie "Digitalisierung".
Nutzung lokaler Energiequellen
60 Erdwärmetiefensonden mit je 120 lfm Tiefe und Wärmepumpen sorgen zukünftig für die Temperierung des Gebäudes. Heiz- und Kühldecken sorgen sowohl im Winter als auch im Sommer für ein behagliches Raumklima. Eine PV-Anlage mit 264 kWp versorgt die Schule mit Solarstrom und nutzt weitere lokale Energiequellen.
„Mit dem neuen AHS-Standort Baden investieren wir ganz konkret in die Bildungszukunft Niederösterreichs. Schülerinnen und Schüler sowie Pädagoginnen und Pädagogen benötigen moderne Schulen, die Raum für zeitgemäßen Unterricht, gemeinsames Lernen und persönliche Entwicklung bieten. Der neue Standort ist zugleich ein wichtiger Baustein für den Bildungscampus Baden und stärkt damit den gesamten Bildungsstandort in der Region. Besonders freut mich, dass hier Nachhaltigkeit, moderne Pädagogik und attraktive Lern- und Lebensräume zusammenspielen. Damit schaffen wir beste Voraussetzungen dafür, dass junge Menschen in Niederösterreich auch in Zukunft hervorragende Bildungschancen direkt vor Ort vorfinden“, Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.
"Mit dem Spatenstich schaffen wir die Grundlage für einen modernen Bildungsstandort und setzen so ein wichtiges Zeichen für Bildung, für junge Menschen und damit für unsere gemeinsame Zukunft. Hier entsteht weit mehr als ein neues Schulgebäude: Es entsteht ein moderner Ort des Lernens. Der große Zuspruch zum Gymnasium zeigt, wie wichtig diese Schulform ist und wie groß der Bedarf an entsprechenden Bildungsangeboten ist. Umso wichtiger ist es, den notwendigen Raum für zeitgemäße Bildung zu schaffen und Schülerinnen und Schülern wie auch Pädagoginnen und Pädagogen beste Rahmenbedingungen zu bieten", so Bildungsdirektor Karl Fritthum.