Neue Stiftungsprofessur fördert Holzbaukompetenz

Gemeinsam mit der BOKU University arbeitet die BIG bereits seit Langem im Bereich des nachhaltigen Bauens und insbesondere des Holzbaus zusammen. Nun wird ab dem Wintersemester 2026/2027 an der Universität für Bodenkultur Wien neben der bereits bestehenden Stiftungsprofessur an der Technischen Universität Wien eine weitere Professur eingerichtet: Nachhaltiges Gestalten und Bauen im Sinne des Neuen Europäischen Bauhauses. Unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Axel Körner, der zuvor an der Universität Stuttgart lehrte, steht die Professur für einen interdisziplinären Zugang und verbindet Forschung, Lehre und architektonische Praxis.

Im Sinne des Neuen Europäischen Bauhauses

Der Titel der Stiftungsprofessur verweist bewusst auf das Neue Europäische Bauhaus. Dieses steht für drei zentrale Prinzipien: sustainable, beautiful, together – also nachhaltig, schön und gemeinschaftlich. Körner fokussiert sich auf neue architektonische Konzepte, die aus dem integrativen Zusammenspiel von Materialinnovation, Gestaltung und automatisierter Fertigung entstehen. Das ressourcen- und energieeffiziente Bauen mit biobasierten Materialien steht im Fokus – ein Themenfeld, das sowohl für die BIG als auch für die Weiterentwicklung der Baukultur im Allgemeinen von höchster Relevanz ist. Holz hat als Baustoff großes Potenzial, die graue Energie in Bauprojekten zu reduzieren. Mittlerweile liegt der Anteil von Bauwerken in Holzbauweise beziehungsweise mit wesentlichen Holzbauelementen im Neubau bei über 20 Prozent.

Mit der Unterstützung der Professur fördert die BIG als Konzern die Entstehung hochqualitativer Lehr- und Forschungsergebnisse, die in künftigen Projekten unseres Unternehmens unmittelbare Anwendung finden können. Vor allem die stark praxisorientierte Ausrichtung der Professur schafft einen echten Mehrwert für die Anwendung in künftigen Bauprojekten. Eine zentrale Frage lautet dabei: Wie gelangen nachhaltige Baustoffe tatsächlich auf die Baustelle? Durch Pilotprojekte wie das im Herbst eröffnete „Gärtnerhaus“, das fast vollständig aus biobasierten Materialien besteht, gewinnt die BIG wichtige Erkenntnisse, die auch auf größere Bauvorhaben übertragen werden können.

Holz als Baustoff speichert COund ersetzt emissionsintensive Materialien. In Österreich kommt diesem Rohstoff darüber hinaus ein besonderer Stellenwert zu, da er auch die regionale Wertschöpfung stärkt. Zu den Vorteilen von Holz zählen unter anderem seine Formbarkeit, seine biologische Abbaubarkeit, seine anisotropen Eigenschaften sowie seine gute Verfügbarkeit am österreichischen Markt. Zudem ermöglicht der Holzbau kürzere Bauzeiten und eine frühzeitigere Planungssicherheit.

Ein passender Ort für die Vorstellung der Professur war das Ilse-Wallentin-Haus der BOKU University. Das Gebäude besteht fast zur Gänze aus Holz und wird lediglich durch einen Betonkern sowie einen Betonsockel ergänzt. Das im Ilse-Wallentin-Haus verbaute Holz wächst in Österreich innerhalb von nur 17 Minuten nach und hat rund 2.800 Tonnen CO₂ eingespart.