Grüne Transformation am Med Uni Campus Graz
Im Zuge der Neugestaltung der Campusebene an der Medizinischen Universität Graz wurde ein durchdachtes Konzept realisiert, das die Aufenthaltsqualität des Areals maßgeblich steigert. Die grüne Transformation unterstreicht das gemeinsame Bestreben der Bundesimmobiliengesellschaft und der Medizinischen Universität Graz, Zugänglichkeit und Offenheit zu fördern sowie die Klimaanpassung zu forcieren.
Der Campus galt dank der Nutzung von Energiepfählen zur Erdwärmegewinnung und einer ausgeklügelten Abluftnutzung bereits als energiesparendes Vorzeigeprojekt – nun wurde er durch die Zusammenarbeit zwischen Riegler Riewe Architekten und der Landschaftsarchitektin Carla Lo mit einem gezielte Begrünungs- und Beschattungskonzepte optimiert.
Mehr Grün, mehr Schatten, mehr Aufenthaltsqualität
Die Installation von inselförmigen Pflanzenbeeten mit Heilkräutern, Pergolen zur Beschattung sowie neuen Sitzarrangements transformiert die Campusebene zu einem Ort zum Verweilen. In den inselförmigen Pflanzenbeeten wurde eine Vielzahl von heimischen Pflanzen und Heilkräutern gepflanzt. Als größter Baum wurde eine japanische „Zelkova serrata“ mit einer Wuchshöhe von ca. 15m verpflanzt. Als klimaresilienter Baum, der robust gegenüber Schwankungen ist, eignet sich die japanische Zelkove aufgrund ihrer flachen Wurzelbildung besonders für die Campusebene.
Die neuen Pergolen werden mit Kletterpflanzen bewachsen und sind mit einer Sprühnebelanlage ausgestattet; darunter befinden sich Bänke, Sessel und Hocker. Vereinzelte Begrünungsmaßnahmen wurden auch auf der Ost- und Brückenfläche realisiert – die beiden Bauteile des Modul 2 (Ost und West) erstrecken sich auf beiden Seiten des Stiftingbachs, wodurch zudem ein Frischluftkorridor für die Stadt Graz entstand. Die Brücke über das Stiftingtal verbindet die beiden Bauteile.
Ein wesentlicher Bestandteil der Umgestaltung war zudem die Umsetzung eines Kreislaufwirtschaft-Modells: Die ehemaligen betonierten Sitzblöcke des Campus wurden der Justizanstalt Klagenfurt zur Weiterverwendung überlassen, wodurch Entsorgungskosten vermieden wurden.