Eröffnung des BRG Perchtoldsdorf
Das Bundesministerium für Bildung und die Bildungsdirektion Niederösterreich erweiterten und sanierten in den vergangenen drei Jahren das BG/BRG Perchtoldsdorf und investierten 38,8 Mio. Euro in den beliebten Schulstandort. Das Projektmanagement der komplexen Arbeiten erfolgte durch die Bundesimmobiliengesellschaft.
Nach Plänen von PLOV Architekten entstand ein zweigeschoßiger Zubau mit rund 5.000 Quadratmetern Nutzfläche und das Bestandsgebäude aus den 1980er-Jahren wurde umfassend modernisiert. Die Generalsanierung umfasste unter anderem die Erneuerung der Fassade sowie die thermische Sanierung der Gebäudehülle. Damit wurde der Schulstandort nicht nur funktional und gestalterisch aufgewertet, sondern auch energetisch auf den neuesten Stand gebracht. Neu gestaltet wurden außerdem rund 5.500 Quadratmeter Außenflächen. Der Vorplatz wurde einladend modelliert, die Erschließung verbessert und der gesamte Standort barrierefrei zugänglich gemacht. Insgesamt verfügt das BG/BRG Perchtoldsdorf nun über 37 Stammklassen.
"Wir freuen uns, nach drei Jahren intensivem Projektmanagement die erweiterte und modernisierte Schule an die Schulgemeinschaft übergeben zu können. Dass dabei die Anforderungen moderner und zeitgemäßer Pädagogik, aber auch wichtige Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt wurden, macht diese Schule zu einem besonderen Beispiel wie Bestandsbauten durch uns zukunftsfit gemacht werden", so BIG Geschäftsführer Gerald Beck.
“Mit der heutigen Eröffnung des sanierten und erweiterten BG/BRG Perchtoldsdorf schaffen wir vor allem eines: mehr Raum für Bildung – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Der neue, moderne Zubau mit seinen vielfältigen Unterrichts- und Aufenthaltsbereichen bietet Schülerinnen und Schülern beste Bedingungen zum Lernen, Forschen und kreativen Entfalten. Besonders freut mich, dass mit dem großzügigen Mehrzweck- und Festsaal auch der musische Schwerpunkt dieser Schule gestärkt wird", so Bildungsminister Wiederkehr.
"Mit der Wiedereröffnung des BG/BRG Perchtoldsdorf schaffen wir einen modernen Bildungsort, der den Anforderungen unserer Zeit gerecht wird. Hier entstehen neue Klassenräume, die das Lernen, Entwicklung und Gemeinschaft gleichermaßen fördern. Diese Investition ist entscheidend für die Zukunft unserer jungen Generation und für die Erhaltung der Qualität des Bildungsstandorts Niederösterreich“, betont Landtagspräsident Karl Wilfing.
Bei Erweiterung und Sanierung spielte der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen eine zentrale Rolle. Sowohl der Zubau als auch die Generalsanierung wurden mit klimaaktiv Gold ausgezeichnet. Das Gymnasium wurde mit einer effizienten Komfortlüftung samt Wärme- und Feuchterückgewinnung sowie einer automatisierten Sommernachtslüftung ausgestattet. Eine Photovoltaikanlage mit 190 kWp am Dach trägt zur erneuerbaren Energieversorgung bei.
Auch im Außenraum setzt das Projekt auf zukunftsfitte Lösungen: Bei der Neugestaltung kam das Schwammstadt-Prinzip zum Einsatz. Regenwasser wird dabei dezentral aufgenommen und gespeichert, wodurch der natürliche Wasserkreislauf nachgeahmt wird. Das verbessert die Standortbedingungen für Bäume, wirkt Überhitzung in den Sommermonaten entgegen und reduziert die Belastung bei Starkregen.