Eröffnung des Cybersecurity Campus für die TU-Graz

Am Campus Inffeldgasse entsteht Raum für digitale Sicherheit

Am Campus Inffeldgasse der TU Graz folgt ein Projekt dem nächsten: Im Februar wurde der Cybersecurity Campus (CCG) nach einer Bauzeit von nur eineinhalb Jahren Bauzeit fertiggestellt und durfte nun feierlich eröffnet werden. Der neue Campus ist Standort des Institute of Information Security (ISEC) der TU Graz sowie auch der TU Abteilung Gebäude und Technik. Am ISEC arbeiten derzeit rund 80 Personen an zentralen Zukunftsthemen wie Kryptografie, sicheren Anwendungen, Systemdesigns und vertrauenswürdiger künstlicher Intelligenz. 

Das CCG schafft mit einer Nutzfläche von rund 5.000 Quadratmetern die räumlichen Voraussetzungen für den Spitzenforschungsbereich Cyber-Sicherheit der TU Graz und stellt ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung des Campus Inffeldgasse dar.

„Der Campus Inffeldgasse ist jetzt schon der größte Standort der TU Graz und wächst weiter. In einer Zeit, in der Datensicherheit zu den zentralen Herausforderungen zählt, setzt die TU Graz einen besonderen Schwerpunkt auf Forschung und Lehre in diesem Bereich. Mit dem Cybersecurity Campus, den wir heute feierlich eröffnen, schaffen wir die ideale Umgebung, um dieser Aufgabe zu begegnen“, so Christine Dornaus, Geschäftsführerin der BIG.

“Hier entsteht ein einzigartiges Innovationsökosystem, in dem Wissenschaft und Wirtschaft zu einem führenden Zentrum für Cybersicherheit zusammenfinden. Damit stärken wir nicht nur die internationale Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts, sondern bilden auch kommende Generationen gefragter Cybersecurity-Expert*innen aus, die von und mit den Besten ihres Fachs lernen.”, so Horst Bischof, Rektor  der TU-Graz, bei der Eröffnung.

Ein besonderes Highlight ist eine schätzungsweise hundertjährige Silberlinde. Das Gebäudekonzept nimmt bewusst darauf Rücksicht - so schwingt sich die Terrasse um diesen schützenswerten Baum und rückt diesen ins Zentrum. Gemeinsam mit 20 neu gepflanzten Laubbäumen sorgt er für natürlichen Schatten und eine besondere Atmosphäre. Die Holzfassadebesteht aus heimischem Fichtenholz, das maximal 200 km transportiert werden musste und in der Steiermark vorverarbeitet wurde. Die Zusammenarbeit mit heimischen Firmen war besonders zentral, die meisten stammen direkt aus der Region.

Neben Geothermie, einer PV-Anlage, einer Holzfassade und Dachbegrünung zeichnet sich das Projekt vor allem durch seine negative Versiegelungsbilanz aus: Durch die Errichtung auf einem Parkplatz wurde nicht nur keine neue Fläche versiegelt, sondern durch Entsiegelung zusätzlich neue Grünflächen geschaffen und Rücksicht auf das Mikroklima genommen. Das Mobilitätsangebot wird ergänzt durch 100 überdachte Fahrradabstellplätze.

Stefan Mangard, Leiter des Institute of Information Security der TU Graz, begrüßte die neu geschaffenen Räumlichkeiten bei der Eröffnung: „Das neue Gebäude ermöglicht es uns, Forschung und Lehre rund um das Thema IT-Sicherheit weiter auszubauen. Bereits im September kommt eine neue Forschungsgruppe im Bereich Cybersecurity and Artificial Intelligence hinzu."

Wir freuen uns über diesen Meilenstein und auf den Start des Architekturwettbewerbs für die weitere Campusentwicklung im Sommer!