Das 22CC für die Universität Klagenfurt wurde freigegeben

Das für die Universität Klagenfurt geplante 22nd Century Center (22CC) wurde von den zuständigen Ministerien freigegeben und geht nun in die vertiefende Planungsphase. Der Neubau ist ein wichtiger Schritt für die Campusentwicklung, schafft kurze Wege und bündelt künftig zentrale universitäre Funktionen an einem Ort.

Der dreigeschoßige Holzbau wird am Campus-Eingang in der Form eines Parallelogramms errichtet (Baubeginn: September 2027) und bietetRaum für Lern-, Forschungs- und Serviceflächen. Ab dem 4. Quartal 2029 bündelt das 22CC bisher verstreute universitäre Funktionen an einem Ort und schafft damit kurze Wege und eine hohe funktionale Nutzungsqualität. Geplant sind moderne Hörsäle und Seminarräume, flexibel nutzbare Lern- und Forschungsflächen, vielfältige Arbeits- und Aufenthaltszonen, Büro- und Funktionsräumen sowie ein Betriebskindergarten. Im Mittelpunkt des Projekts steht die funktionale und soziale Dimension des Gebäudes. Die breite Treppe im Zentrum fungiert als offener Treffpunkt und bietet außerdem Raum für Veranstaltungen.

Am Standort werden rund 91,2 Millionen Euro nachhaltig investiert. Davon entfallen etwa 78,7 Millionen Euro auf die Errichtung und rund 12,5 Millionen Euro auf einmalige Projektkosten wie Ausstattung und Übersiedlung. Das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF) finanziert die gesamten Bruttoerrichtungskosten in Höhe von 78,7 Millionen Euro über einen Baukostenzuschuss sowie laufende Mietzahlungen.

Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung, zeigt sich erfreut: „Universitäten sind zentrale Orte unserer Demokratie. Mit diesem Neubau schaffen wir mehr Raum für Wissenschaft, für neue Ideen und für rund 13.500 Studierende, die mit ihrem Wissen unsere Gesellschaft mitgestalten. Eine starke Universität Klagenfurt stärkt nicht nur die Region, sondern das ganze Land.“

Christine Dornaus, Geschäftsführerin der Bundesimmobiliengesellschaft: „Der Campus der Universität Klagenfurt ist schon jetzt, auch dank seiner Lage am Wörthersee und eingebettet in die Alpe-Adria-Region, sehr attraktiv für Studierende und Lehrende. Mit dem Neubau bekommt der Campus modernsten Raum zur Entfaltung der Wissenschaft und gleichzeitig ein unverwechselbares Landmark.“

Aus dem Architekturwettbewerb ging der Entwurf des norwegischen Architekturbüros Snøhetta als Siegerprojekt hervor. Snøhetta zählt international zu den renommiertesten Architekturbüros - und wurde unter anderem mit der Bibliotheca Alexandrina in Ägypten sowie mit universitären Learning Centern in Paris-Saclay, Toronto und den USA bekannt.

Charakteristisch sind flexible Raumstrukturen sowie eine starke Verbindung von Architektur und Landschaft. Ein ikonisches Beispiel dafür ist das Opernhaus in Oslo mit seinem begehbaren Dach, das das Gebäude unmittelbar in die Landschaft integriert. So wird auch das 22CC behutsam in den Campus integriert, welches den Campus nach außen hin öffnet und damit als neues Uni-Entreé fungiert. 

Nachhaltigkeit als Leitprinzip:

  • Holzbauweise zur langfristigen Reduktion von CO₂-Emissionen
  • Kompakte Bauweise zur Minimierung der Bodenversiegelung
  • Photovoltaik-Anlagen auf geeigneten Dachflächen sowie Gründächer
  • Erweiterung von Grün- und Erholungsflächen für Studierende und Mitarbeitende