Zentrum für Wissens- und Innovationstransfer - Unicorn

Schubertstraße 6a, 8010 Graz
Schubertstraße 6a, 8010 Graz

Unicorn - Zentrum für Wissens- und Innovationstransfer der Universität Graz

Sanierung und Erweiterung

In unmittelbarer Nähe zum Hauptgebäude der Universität Graz hat die Bundesimmobiliengesellschaft ein Ensemble aus saniertem Altbau und modernem Neubau geschaffen, das die traditionell gute Zusammenarbeit zwischen der Universität und der forschungsstarken steirischen Wirtschaft noch intensivieren und den Campus der Uni Graz weiter attraktiveren wird.

Einhörner sind nicht nur Fabelwesen, auch erfolgreiche Unternehmen werden so bezeichnet: In der Start-up-Welt meint der Begriff Unicorn Firmen mit einem Marktwert von mehr als einer Milliarde US-Dollar. In spielerischer Anlehnung daran hat die Uni Graz dem im März 2021 fertiggestellten Zentrum für Wissens- und Innovationstransfer in der Grazer Schubertstraße diesen Namen gegeben. Mit dem Unicorn will man die Gründungsaktivitäten am Campus stärken, steirische EntrepreneurInnen mit den ForscherInnen der Universität Graz zu vernetzen und Unternehmen noch näher an den Campus zu bringen. Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf Start-ups und Spin-offs aus den Themenfeldern gesundes Älterwerden und demografischer Wandel. Anfang April zogen die ersten Mieter ein.

In der umfassend sanierten Gründerzeit-Villa, die dem Unicorn auch als Entrée dient, finden jetzt moderne Büro- und Besprechungsräume sowie großzügige Co-working-Spaces ihren Platz. Die historische Villa ist über ein Brückenbauwerk mit dem fünfstöckigen Neubau verbunden, dessen Glasfassade mit einer markanten Lochblechfassade als Sonnenschutz verkleidet ist. Insgesamt sind 4.000 m² Nutzfläche entstanden. Das Dachgeschoß der Villa wurde mit zusätzlichen Konferenzräumen versehen. Als Kommunikationsdrehscheibe dient ein für alle offenes Café. Neben Büros stehen auch extern buchbare Seminar- und Veranstaltungsräume zur Verfügung. Die Bauzeit betrug weniger als zwei Jahre. Als Teil des Ensembles, aber baulich getrennt von Unicorn, sind auch neue Räumlichkeiten für die HochschülerInnenschaft (ÖH) der Universität Graz mit einer Nutzfläche von rund 1.100 m² entstanden. Die ÖH bezieht ihr neues Quartier im Bauteil A, Schubertstraße 6, im Sommer. Der Entwurf stammt von einer Arbeitsgemeinschaft zwischen dem Grazer Architekturbüro leb idris architektur zt und architektin iris reiter aus Innsbruck, die auch mit der Generalplanung betraut waren.

Realisiert wurde Unicorn durch die ZWI GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Universität Graz, in Zusammenarbeit mit der Bundesimmobiliengesellschaft. Die BIG war für die Umsetzung des von ihr in einem EU-weit ausgelobten Wettbewerb ermittelten Siegerprojekts der ARGE leb idris architektur + architektin iris reiter verantwortlich. Finanziert wurde bzw. wird das zwölf Millionen Euro Projekt aus Mieteinnahmen sowie durch Fördermittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Steiermark.

Baubeginn
Q2 2019
Fertigstellung
Q1 2021
Nutzfläche
4.000 m²
Website

Neubau und Sanierung ZWI Graz

Wettbewerb

EU-Weiter, offener, einstufiger Realisierungswettbewerb mit anschließendem Verhandlungsverfahren für die Vergabe von Generalplanerleistungen zur Erlangung von baukünstlerischen Vorentwurfskonzepten für die Erweiterung des ZWI Zentrum für Wissens- und Innovationstransfer am Standort Schubertstraße 6a, 8010 Graz.

Die Sitzungen des Preisgerichts fanden am 18.07. und am 19.07.2017 statt. Als Gewinner ging die ARGE lebidris architektur zt + ir architekten iris reiter , Königsmühlstraße 7, 8043 Graz und Schillerstraße 14, 6020 Innsbruck hervor.

1. Rang = Gewinner

Projekt 021: ARGE lebidris Architektur zt + ir Architektin iris reiter, 6020 Innsbruck

Auszug aus dem Juryprotokoll

Städtebau und Architektur
Das Projekt besticht durch die Herangehensweise, der Bestandsvilla wieder eine neue Gültigkeit zu geben und ein Ensemble von individuellen Baukörpern zu schaffen. Das gelingt durch die asymmetrische Verteilung der Baumassen um die Bestandsvilla herum. An der Schubertstraße eher niedrig, pavillonartig, an der Leechgasse ein höheres Gebäude als deutlichen Abschluss und Identität des ZWI. [...]
Die Bestandsvilla wird gut freigespielt und damit sichtbar. Ihr Eingang mit Altan wird als Zugang neu genutzt. Durch die seitlichen Lichthöfe an den Längsfassaden der Villa wird dem Haupteingang und seiner Fassade noch mehr Bedeutung zuteil. Diese Lichthöfe mit Gartengestaltung dienen als Tageslichtbrunnen für die UG-Zonen der ÖH. [...]


Die funktionalen Anforderungen 
wurden gut erfüllt. Die Trennung der ÖH- Flächen und dem ZWI in den beiden Baukörpern mit der Coworking–Zone im Bestand wird als gute Lösung gesehen. Die Brücke als Gelenk und vermittelndes Element zwischen Altbau und Neubau passt hier ebenso zum räumlichen Konzept.
Die Belichtung der Zonen im UG scheint mit den Gartenhöfen gelöst. Hier ist noch ausreichendes Tageslicht für die Druckerei einzuplanen. Generell sind bei der Gestaltung der Nutzflächen im UG die Anforderungen des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes dort, wo Ganztagsarbeitsplätze geplant sind, zu berücksichtigen. [...]

Die Fassade an der Leechgasse soll hier auch in möglichst transparenter und ansprechender Weise ausgeführt werden. Hier soll auch im äußeren Erscheinungsbild ein Pendant zur Schubertstraße mit Offenheit und einladender Geste entstehen, um auch hier der Nachbarschaft ein belebtes Gegenüber zu vermitteln. Die Materialität mit Alupaneelen, Glas und Weißzementelementen ist gut vorstellbar.

 

2. Rang: Projekt 013, MA-Quadrat.at, Mariacher & Partner ZT KG Arch. DI Anton Mariacher, 8010 Graz

3. Rang: Projekt 012, ARGE LOVE architecture and urbanism ZT GmbH/Lorenz Consult ZT GmbH, 8010 Graz

Anerkennung: Projekt 005, Arch. DI Gerhard Mitterberger, 8010 Graz

Anerkennung: Projekt 007, Arch. DI Markus Pernthaler ZT GmbH, 8020 Graz

Anerkennung: Projekt 009, marte.marte Architekten Arch. DI Bernhard Marte / Arch. DI Stefan Marte, 6800 Feldkirch

Verfahrensbetreuung

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