JKU Linz - Learning Center

Altenbergerstraße 69, 4040 Linz
Altenbergerstraße 69, 4040 Linz

JKU Linz - Learning Center

Sanierung und Erweiterung

Die Erweiterung (Learning Center) und Sanierung der bestehenden Bibliothek ist eines von fünf Teilprojekten der Neu- und Umgestaltung des JKU Campus. Das in den 1980er Jahren errichtete Bibliotheksgebäude wurde durch eine über den Vorplatz auskragende Aufstockung mit Lichthof und großer Freitreppe um rund 2.500 m² erweitert. Im Erdgeschoss wurde eine Espressobar eingerichtet.

Die Auskragung wird statisch durch 15 säulenförmige Stützen aus Schleuderbeton gehalten; zudem tragen Verstärkungen an der bestehenden Tragstruktur zur Stabilität bei. Mit der Aufstockung der Bibliothek erhält die Kepler Universität quasi eine "Spanische Treppe". Über die einladende Stiege gelangt man künftig direkt ins neue Learning Center.

Im Inneren wird in unterschiedlichen Lernbereichen sowohl Geborgenheit als auch Offenheit geboten. Das neue Learning Center, das mit ausgedehnten Öffnungszeiten separat begehbar sein wird, schafft neue Begegnungsorte. Die JKU kommt damit dem Wunsch der Studierenden nach gemeinsamen Lernmöglichkeiten nach. Im Learning Center werden rund 300 Plätze geschaffen, die in drei Zonen unterteilt sind: Stilles Lernen, allgemeines Lernen und Räumen zum Lernen in Gruppen.

Nachhaltigkeit

Durch das Erhalten der baulichen Substanz (Bestandsgebäude) konnte der Materialeinsatz und damit der Verbrauch grauer Energie minimiert werden. Der Erhalt der Bausubstanz stellt einen wichtigen Beitrag im Sinne der Nachhaltigkeit dar. Durch die außenliegende Beschattung (textile Fassade) kann trotz maximaler Transparenz der Energieaufwand im Sommer minimiert werden. Der Baumbestand (alte Platanen) wurde erhalten.

BIG ART Kunst & Bau - Spiegelskulptur Kepler's Law von Eva Schlegel

Sowohl künstlerische als auch identitätsstiftende Aspekte möchte Eva Schlegel in ihrer Arbeit für den Campus der Johannes-Kepler-Universität Linz mitgeben. Sie nimmt auf den Namenspatron der Hochschule Bezug und macht die drei Keplerschen Gesetze auf ihre eigene Weise an einer dreiteiligen Spiegelskulptur erfahrbar: ein großformatiger, elliptischer Spiegel ist an der Untersicht der Außentreppe am Bibliotheksvorplatz angebracht, ein zweiter bildet die Oberfläche einer besitzbaren Sockelskulptur darunter. Eine dritte elliptische Umlaufbahn wird mittels schwarz-glitzernder Farbe auf die Betonfliesen aufgesprüht, wie bei einer Straßenmarkierung. Die BetrachterInnen betreten die Arbeit und werden selbst zu einem Teil davon. Durch wechselseitige Reflexion der beiden Spiegel wird die Zweidimensionalität scheinbar überwunden und ein imaginärer Raum geöffnet, in dem die Planetenlaufbahn räumlich wahrgenommen werden kann.

 

>>> Informationen zum Wettbewerb

Baubeginn
Q2 2018
Fertigstellung
Q2 2020
Nettoraumfläche Erweiterung
2.500 m²
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