HTBLA Hallstatt

HTBLA Hallstatt

Lahnstraße 69, 4830 Hallstatt
Lahnstraße 69, 4830 Hallstatt

HTBLA Hallstatt

Sanierung und Erweiterung

Die Sanierung und Erweiterung brachte zusätzliche Flächen in den Werkstätten und im Theoriegebäude. Eine Wasserskulptur wertet die Aussenanlagen auf.

Bauplatz Werkstätten
Mit den einzelnen Baukörpern wird individuell auf die jeweilige räumliche, städtebauliche und funktionelle Situation reagiert. Durch das Anrampen des Geländes konnten die Baukörper untereinander barrierefrei und für den Transport von Werkstücken optimiert über eine interne Erschließungsachse verbunden werden.

Bestehendes Werkstättengebäude
Über den gedeckten Gang im Osten der Bildhauerei gelangt man in das bestehende Werkstättengebäude. Auch hier wurden lediglich räumliche und funktionelle Adaptierungen durchgeführt, der bestehende Lastenlift ins Dachgeschoß erweitert und entsprechend dem Stand der Technik erneuert.

Erweiterung Werkstättengebäude
Das Werkstättengebäude wurde nach Osten zum See hin erweitert. Entsprechend seiner exponierten Lage an der Uferpromenade erfuhr dieser Bauteil eine etwas expressivere Ausformulierung. Im Erdgeschoß wurden im südlichen Teil die die Werkstätten erweitert. Im nördlichen Teil, der etwas höher ist, wurde der neue Lehrgang Bootsbau untergebracht. Insgesamt ist das Erdgeschoß transparent gehalten und hat zur Promenade Schaufenstercharakter. Die Obergeschoße mit den Klassen und den Räumen des Lehrganges Instrumentenbau (mit ihrer privilegierten Orientierung zum See) kragen nun weit über das Erdgeschoß und schaffen einen überdeckten Freibereich für die darunter liegende Bootsbauwerkstätte.

Fotos: Marc Haader

Baubeginn
Q3 2012
Fertigstellung
Q4 2015
Architektur
Investitionen
rund 12,16 Mio. Euro
Nettoraumfläche Sanierung
rund 2.400 m²
Nettoraumfläche Erweiterung
rund 2.600 m²
Kunst & Bau
Website

OÖ Holzbaupreis 2016

Vor kurzem wurde die Sanierung und Erweiterung der HTBLA Hallstatt ab­ge­schlossen. Nun wurde der Bauteil Werkstatt W3 mit dem OÖ Holz­bau­preis 2016 in der Kategorie "Ge­werb­liche und land­wirt­schaftliche Bauten" aus­ge­zeichnet. Der Oberösterreichische Holzbaupreis holt herausragende Leistungen heimischer Architekten und Holzbauer vor den Vorhang. In seiner mittlerweile siebenten Runde konnten wieder Meisterstücke heimischer Holzbaukompetenz in fünf Kategorien online eingereicht werden. 

Das Werkstattgebäude der HTBLA ist ein Musterbeispiel für Hybridbauweise. Differenzierte Anforderungen aus funktionaler, städtebaulicher und konstruktiver Sicht wurden bei diesem Projekt in einem schlüssigen Gesamtkonzept gelöst, das darüber hinaus als Anschauungsobjekt für die dort auszubildenden Schüler dient. Auf einem Stahlbetonsockel kommt der zweigeschossige Holzbau in Brettsperrholz zu liegen, der durch seine Auskragung den Vorbereich der Bootsbauhalle stützenfrei überdeckt und somit nach außen funktional erweitert. Mittels sichtbarer und nachvollziehbarer Konstruktionsprinzipien (Zugelemente aus Stahl) generiert das Gebäude in seiner Gesamtheit eine überzeugende Atmosphäre. Diese konsequente Haltung bis hin zur sichtbaren Installationsführung im Innenraum stellt ein positives Beispiel für eine kostenbewusste und identitätsstiftende Mischbauweise dar.

Holz ist durch seine vielseitigen Eigenschaften und universellen Einsatzmöglichkeiten zu einem wichtigen Baustoff geworden. Dementsprechend groß ist auch seine Bedeutung im letzten Jahrzehnt bei Architekten, Planern und Bauherren in Oberösterreich geworden.

 

Nominierungen

OÖ Holz­bau­preis 2016

Für den OÖ Holz­bau­preis 2016 in der Kategorie "Bauteile Holzlager und Theorie" wurde das Projekt HTBLA Hallstatt ebenso nominiert.

 

ZV Bauherrenpreis 2016

Der Bauherrenpreis, vergeben von der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs, würdigt Bauvorhaben, welche in der Verwirklichung ihrer Bauaufgabe, der Ausführung, der architektonischen Gestalt, in ihrem gesellschaftlichen Engagement und innovatorischen Charakter als vorbildlich zu bezeichnen sind – exzeptionelle Lösungen, die auf Grund intensiver Kooperation von Bauherren und Architekten zustande gekommen sind.

Am 4. November wurden im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung in der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz die diesjährigen Gewinner des ZV-Bauherrenpreises ausgezeichnet. Aus insgesamt 100 Einreichungen wurden zuvor 27 Projekte für die Shortlist ausgewählt. Daraus ermittelte die Hauptjury bestehend aus Julia Bolles-Wilson (Münster), Falk Jaeger (Berlin) und Martin Kohlbauer (Wien) nun sechs Preisträger des ZV-Bauherrenpreises 2016. Zu den 27 nominierten Projekten zählte auch die HTBLA Hallstatt.

 
HTBLA Hallstatt
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