Fakultät für Technische Wissenschaften

Technikerstraße 13, 6020 Innsbruck
Technikerstraße 13, 6020 Innsbruck

Fakultät für Technische Wissenschaften

Sanierung und Erweiterung

Bei diesem Demonstrationsprojekt handelt es sich um ein Modernisierungsvorhaben eines im Jahr 1971 errichteten Bundesgebäudes aus dem BIG-Portfolio der Universitäten. Das Gebäude der Fakultät für Technische Wissenschaften ist dabei ein Teil des gesamten Sanierungskonzepts des Universitätsgeländes in der Technikerstraße.

Die innovativen Highlights stellen die Senkklappfenster und die Überströmöffnungen dar, für die eigens Prototypen entwickelt wurden. Das Senkklappfenster mit integriertem Sonnenschutz und einer 3-Scheiben-Verglasung ist so konstruiert, dass der Sonnenschutz jederzeit gewartet werden kann. Bei den Überströmöffnungen wurde ein System entwickelt das einen Luftdurchgang ermöglicht und zugleich bestmöglichen Schallschutz gewährleisten kann.

Energiekennzahl (HWB) Bestand: 80 kWh/m²a
Energiekennzahl (HWB) nach Sanierung: 13,85 kWh/m²a
 
Haustechnik
Die Wärmeversorgung erfolgt über die Nahwärmezentrale auf dem Universitätsgelände. Die Belüftungsanlage wurde erneuert. Die Luft wird künftig vorkonditioniert. Sämtliche Abluftströme werden über ein Wärmerückgewinnungssystem geführt. Ein digitales, voll automatisiertes Gebäudeleitsystem übernimmt die Steuerung des Gebäudes. In Kombination mit der mechanischen Lüftung des Kerns stellen die motorisch gesteuerte Fensterlüftung über Senkklappfenster und die Überströmöffnungen in die Gangzonen ein neuartiges Belüftungssystem dar, das in dieser Form in einem Hochhaus als einzigartig bezeichnet werden kann.

Das Gebäude wird komplett mit einem energieeffizienten Beleuchtungssystem ausgestattet, das tageslicht- und präsenzgesteuert reagiert.

Diese Maßnahmen werden zu einer erheblichen Reduktion des Endenergiebedarfes beitragen. Nach Fertigstellung wurde ein zweijähriges Monitoring zur Überprüfung der Energieeinsparung gestartet.

Haus der Zukunft Plus ist ein Forschungs- und Technologieprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie. Es wird im Auftrag des BMVIT von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH und der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) abgewickelt.

Fotos: ATP/Philipp

Baubeginn
Q1 2013
Fertigstellung
Q4 2014
Investitionen
rund 24 Mio. Euro
Nettoraumfläche
rund 19.300 m²

Auszeichnung

Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit - Würdigung

Die Fakultät für technische Wissenschaften der Universität Innsbruck erhielt 2017 eine Würdigung im Rahmen des Staatspreises Architektur und Nachhaltigkeit.

Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass  mit der umfassenden Modernisierung des Ende der 1960er Jahre von Hubert Prachenksy und Ernst Heiß geplanten Fakultätsgebäudes "eine technische Meisterleistung" gelang. Auf Passivhausniveau und mit dem klimaaktiv Standard Gold ausgezeichnet erfülle es "höchste Ansprüche der Nachhaltigkeit, die nahezu den Neubaustandards entsprechen. Sowohl die Gestaltung der Fassade wie des Innenraums sind äußerst klar und präzise. Durch partielle Glastrennwände kommt Licht in den inneren Gangbereich, der sich nach NutzerInnenbedarf aufweitet und Gemeinschaftszonen ausbildet. Die freundliche farbige Gestaltung der Bodenflächen dient der Signaletik und Identifikation."

Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit

Der Preis wird seit 2012 vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) im Rahmen seiner Klimaschutzinitiative klimaaktiv vergeben. Die Organisation und Abwicklung erfolgt durch die Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT). Fachliche Unterstützung liefern die Kunstuniversität Linz und die pulswerk GmbH, ein Tochterunternehmen des Österreichischen Ökologie-Instituts.

 
Universität Innsbruck
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