Universitäts- und Landesbibliothek ULB Tirol

Sanierung und Erweiterung

Mit der neuen ULB-Universitäts- und Landesbibliothek Tirol ist am Innrain die Verbindung zwischen bestehender Bausubstanz und neuen Zubauten zu einem modernen Campus gelungen. Der eingeschoßige Neubau auf rund 2.000  Quadratmeter Fläche führt die bisher getrennten Institutsbibliotheken zu einer gemeinsamen Fakultätsbibliothek zusammen und verknüpft sie  gleichzeitig mit der Hauptbibliothek.  Die Besucher finden hier die wichtigsten Monographien und Zeitschriften, die für Lehre und Studium der am Standort Innrain vertretenen Fächer sowie für die Funktion als Landesbibliothek notwendig sind. Eine transparente, unter anderem für eine Cafeteria und einen Büchershop genutzte Raumzone öffnet das neue Gebäude nach außen und gestaltet damit ein einladendes Entree. Die großzügige Freitreppe im Bereich der Blasius-Hueber-Straße führt auf die neu geschaffene Fläche am Dach. Dadurch entsteht nicht nur ein neuer Eingangsbereich zur Hauptbibliothek, sondern auch ein von Studenten und Stadtbevölkerung gerne genutzter  Begegnungsbereich.

Für den Zubau musste nicht in die vorhandene Architektur eingegriffen werden. Vielmehr ist der neue Freihandbereich der Bibliothek eine zeitgemäße Erweiterung und fügt sich durch eine klare geometrische Linienführung harmonisch ein. Lichthöfe lassen einen deutlich gegliederten, übersichtlichen Innenraum entstehen: Im Zentrum befinden sich die zusätzlichen 300 Lese- und Arbeitsplätze, an denen das einfallende Tageslicht eine angenehme Arbeitsatmosphäre schafft. Umrahmt  werden die Arbeitsplätze von den Flächen für Buchbestand und Verwaltung.

Besonderes Augenmerk wurde auf die Barrierefreiheit gelegt: Der neue Hauptzugang ist vom öffentlichen Straßenraum aus über einen eigenen öffentlichen Platz barrierefrei erreichbar. Die ULB wurde 2010 mit dem ZV Bauherrenpreis ausgezeichnet.

BIG Art
Die wertvolle Wissenssammlung der neuen ULB-Universitäts und Landesbibliothek Tirol wird durch zwei Projekte von BIG Art ergänzt:

Georgia Cremer – „On Stones“
Die brasilianische Künstlerin Georgia Cremer wollte mit „On Stones“ Berührungspunkte zwischen dem unterirdischen Innenraum der Bibliothek und dem für Passanten sichtbaren Außenraum knüpfen. In der Handschrift des Schriftstellers sind auf den Glasbrüstungen des neuen Zubaus Auszüge aus dem Buch „Der fliegende Berg“ von Christoph Ransmayr zu lesen. Damit gibt die Künstlerin einen ersten Hinweis auf die Nutzung des Gebäudes und führt von der Brüstung aus den Blick weiter auf konzentrische Kreise in den Lichthöfen. In deren Zentrum ruhen tonnenschwere Findlingssteine aus der Region wie in einem Zen-Garten. Für die Studierenden in der Bibliothek dienen diese Steine als Kraftzentren und Ort der Konzentration.

Michael Clegg & Martin Guttmann – „Drehbares Lesepult“
Für den Lesebereich der Bibliothek rekonstruierten Michael Clegg und Martin Guttmann ein drehbares historisches Bibliotheksmöbel von Jacob Schübler aus der Zeit um 1730. Clegg & Guttmann sehen Bibliotheken als Orte der Wissensinteraktion, daher können und sollen die Studierenden das drehbare Lesepult auch explizit benutzen.

Facts

Baubeginn: 4. Quartal 2007
Fertigstellung: 1. Quartal 2012
Architektur: ARGE S14 architekten - eck, reiter, rossmann

 

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Standort

Wettbewerb

Sanierung und Erweiterung BG/BRG Stockerau

BG und BRG Stockerau

Gegenstand des EU-weiten, offenen und einstufigen Wettbewerbes war die Erlangung von baukünstlerischen Vorentwürfen, mit anschließendem Verhandlungsverfahren für die Vergabe von Generalplanerleistungen, für die Erweiterung und Sanierung BG und BRG Stockerau.

Bestandteil der Aufgabe war die Unterbringung des neuen Raum- und Funktionsprogramms (Erhöhung der Stammklassenzahl von derzeit 32 auf 40 Klassen, Errichtung einer dritten Turnhalle) bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des Unterrichtes.

Die Jurysitzung fand am 27. und 28. Juni 2006 statt. Als Gewinner ging Architekt DI Robert Ruderstaller hervor.

1. Rang

Projekt 1004, Architekt DI Robert Ruderstaller

Mitarbeiter
DI Hans Bojer, Ben Brüll, DI Wolfgang Bauer, Peter Weiss

"Beim Projekt handelt es sich um einen Zu- und Umbau. Der Zubau ist schwebend und vermittelt Leichtigkeit und entschärft das Erscheinungsbild des Zubaues (aus 1980). Städtebaulich überzeugende Eingangssituation durch Aufgreifen der Struktur der Belvederegasse. Die Erschließung ist gut gelöst, auch die Fluchtwege Festsaal sind gelöst."
(Auszug aus dem Juryprotokoll)

2. Rang

Projekt 1026, Architekt DI Johann Zeiner

Mitarbeiter
DI Christina Florit Schmid, Karl Gappmeier, B. Serdar Songür

3. Rang

Projekt 1013, Vatter & Partner ZT-KEG in Zusammenarbeit mit GSarchitects

Mitarbeiter
DI Dr. tech. Gregory Pilz, Robert Lamprecht, Rainer Strele, Hubert Schuller

Aufwandsentschädigung und Nachrücker für die Ränge

Projekt 1027, Baumeister Architekten

Mitarbeiter
DI Daniela Ertl, DI Michael Manzenreiter

Aufwandsentschädigung und Sonderpreis

Projekt 1028, halm.kaschnig architekten
Arch. DI Peter Kaschnig, Arch. DDI Christian Halm

Mitarbeiter
Thomas Rauter, Erich Wutscher

Aufwandsentschädigung

Projekt 1020, Arge Pfeil - Moser
Arch. DI Franz Pfeil ZT GmbH, Moser Architekten ZT GmbH

Mitarbeiter
Rainer Geiger, Ronald Kautz, Werner Pfeil, Bernd Wiltschek

Nachrücker für die Aufwandsentschädigung

Projekt 1017, Klein.Riesenbeck u. Assoziierte GmbH

Mitarbeiter
Arch. DI Sabine Spliethoff, Arch. DI Anne Linnemannstöns

Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten

Verfahrensbetreuer