HTBLVA/BHAK/BHAS St. Pölten

Sanierung und Erweiterung

Das Bundesschulzentrum SZ St. Pölten (HTBLVA u. BHAK/BHAS) wurde rund vier Jahre lang saniert und erweitert. Geplant von YF Architekten, umfasst es jetzt insgesamt rund 50.000 m², bestehend aus einem rund 16.000 m² großen Neubau inklusive neuer Turnhalle und sanierten Bestandsgebäuden mit rund 34.000 m².

Neubau
Der neue Zubau mit seiner auffälligen grünen Fassade verbindet die bestehenden Gebäude von HTBLVA und BHAK miteinander, wobei für den damit entstandenen Campuscharakter Teile des Bestandes wie die alte Mensa, ein Teil der alten BHAK sowie die ehemaligen Festsäle abgebrochen wurden. Vom zentralen Eingang aus erreichen Schüler und Lehrer gemeinsam genutzte Räume wie die Bibliothek und den trennbaren Vortragssaal. Um Klassen und Lehrerzimmer zu erreichen, biegen die Schüler und Lehrer der BHAK/BHAS nach links und jene der HTBLVA nach rechts in den größeren Teil des Neubaus ab. Die neue Mensa ist ein besonderes Highlight: Sie steht als freier, gläserner Raum im Erdgeschoß unter dem auf Stelzen stehenden dreigeschoßigen Klassentrakt der HTBLVA und öffnet sich zum neuen Campus mit einer Terrasse.

Auch das Innere wird modernsten Schulstandards gerecht. Die Gänge zwischen den Unterrichtsräumen werden durch Oberlichten, also Fenstern die Licht von den Klassenräumen in den Gang lassen, erhellt. Zusätzlich sind sämtliche Gänge dank Dachfenstern mit Tageslicht durchflutet. Um die Schule aber nicht nur mit Licht sondern auch mit frischer Luft zu versorgen, wurde eine automatische Nachtlüftung eingebaut. Fenster und Oberlichten öffnen sich dann automatisch und versorgen die Innenräume so mit kühler Nachtluft. Untertags dienen Außenjalousien als Sonnenschutz. Bei direkter Sonneneinstrahlung fahren sie automatisch herunter und neigen sich je nach Sonnenstand.

Bestandssanierung
Die in die Jahre gekommenen Bestandsgebäude der HTBLVA und die Turnsäle wurden sowohl thermisch als auch funktionssaniert. Dabei wurden eine neue Fassade, Fenster und Sonnenschutz angebracht, um das Klima und den Energieverbrauch zu verbessern. Im Inneren sind Räume umstrukturiert und so die Nutzung optimiert. Auch der Bestand der BHAK/BHAS ist innen saniert. Die Oberflächen, beispielsweise Böden, sind erneuert sowie einige Räume neu angeordnet.

Facts

Baubeginn: 3. Quartal 2011
Fertigstellung: 4. Quartal 2015

Architektur: YF architekten zt gmbh

Fotos Neubau: © Hertha Hurnaus

Standort

Wettbewerb

Sanierung und Erweiterung BG/BRG Stockerau

BG und BRG Stockerau

Gegenstand des EU-weiten, offenen und einstufigen Wettbewerbes war die Erlangung von baukünstlerischen Vorentwürfen, mit anschließendem Verhandlungsverfahren für die Vergabe von Generalplanerleistungen, für die Erweiterung und Sanierung BG und BRG Stockerau.

Bestandteil der Aufgabe war die Unterbringung des neuen Raum- und Funktionsprogramms (Erhöhung der Stammklassenzahl von derzeit 32 auf 40 Klassen, Errichtung einer dritten Turnhalle) bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des Unterrichtes.

Die Jurysitzung fand am 27. und 28. Juni 2006 statt. Als Gewinner ging Architekt DI Robert Ruderstaller hervor.

1. Rang

Projekt 1004, Architekt DI Robert Ruderstaller

Mitarbeiter
DI Hans Bojer, Ben Brüll, DI Wolfgang Bauer, Peter Weiss

"Beim Projekt handelt es sich um einen Zu- und Umbau. Der Zubau ist schwebend und vermittelt Leichtigkeit und entschärft das Erscheinungsbild des Zubaues (aus 1980). Städtebaulich überzeugende Eingangssituation durch Aufgreifen der Struktur der Belvederegasse. Die Erschließung ist gut gelöst, auch die Fluchtwege Festsaal sind gelöst."
(Auszug aus dem Juryprotokoll)

2. Rang

Projekt 1026, Architekt DI Johann Zeiner

Mitarbeiter
DI Christina Florit Schmid, Karl Gappmeier, B. Serdar Songür

3. Rang

Projekt 1013, Vatter & Partner ZT-KEG in Zusammenarbeit mit GSarchitects

Mitarbeiter
DI Dr. tech. Gregory Pilz, Robert Lamprecht, Rainer Strele, Hubert Schuller

Aufwandsentschädigung und Nachrücker für die Ränge

Projekt 1027, Baumeister Architekten

Mitarbeiter
DI Daniela Ertl, DI Michael Manzenreiter

Aufwandsentschädigung und Sonderpreis

Projekt 1028, halm.kaschnig architekten
Arch. DI Peter Kaschnig, Arch. DDI Christian Halm

Mitarbeiter
Thomas Rauter, Erich Wutscher

Aufwandsentschädigung

Projekt 1020, Arge Pfeil - Moser
Arch. DI Franz Pfeil ZT GmbH, Moser Architekten ZT GmbH

Mitarbeiter
Rainer Geiger, Ronald Kautz, Werner Pfeil, Bernd Wiltschek

Nachrücker für die Aufwandsentschädigung

Projekt 1017, Klein.Riesenbeck u. Assoziierte GmbH

Mitarbeiter
Arch. DI Sabine Spliethoff, Arch. DI Anne Linnemannstöns

Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten

Verfahrensbetreuer