Zentrum für Wissens- und Innovationstransfer Graz

Schubertstraße 6a, 8010 Graz
Schubertstraße 6a, 8010 Graz

Zentrum für Wissens- und Innovationstransfer

Ein Brückenschlag zwischen Alt und Neu ist das Zentrum für Wissens- und Innovationstransfer (ZWI) der Karl-Franzens-Universität Graz.  In unmittelbarer Nähe zur KFU gelegen, entsteht auf rund 2.990 Quadratmetern ein GründerInnen- und Technologiezentrum. Ein sechsgeschoßiger Neubau bietet Start-Ups und KMUs aus den Umfeld der Universität ein umfassendes Angebot an bedarfsorientierten Mietflächen. Das ZWI am Campus der Universität ist damit Schnittstelle für Universität, Wirtschaft und Unternehmertum. Der Innovations-Hub soll damit zum Innovations-Ecosystem für Start-ups und Unternehmen im universitären Umfeld werden.

Am Areal erhält die ÖH einen rund 1.140 Quadratmeter großen zweigeschoßigen Pavillion, der als Drehscheibe am Campus fungiert. Im Sockelgeschoß werden eine Druckerei und Büros ohne Parteienverkehr untergebracht. Als Entrée zum ZWI fungiert eine Bestandsvilla, die zum Ort der Begegnung für junge Forschende werden soll. Diese wird bis auf die bestehende Prunktreppe entkernt und ganz den Bedürfnissen junger Gründer entsprechend adaptiert. Während ein Empfangsbereich und ein Café im Erdgeschoß zum Verweilen einladen werden, entstehen darüber Co-Working-Spaces und im Dachausbau ein Konferenzbereich mit Terrasse .

Eine Brücke verbindet künftig Alt- und Neubau und vermittelt zwischen unterschiedlichen Niveaus und Raumhöhen. Damit entstehen Freibereiche für entspannte Begegnungen zwischen Co-Working- und Office-Bereich des ZWI. Synergien sollen auf diese Weise gefördert werden.

 

Baubeginn
Q2 2019
Fertigstellung
Q4 2020
Visualisierung
ARGE leb idris architektur zt + architektin iris reiter

Neubau und Sanierung ZWI Graz

Wettbewerb

EU-Weiter, offener, einstufiger Realisierungswettbewerb mit anschließendem Verhandlungsverfahren für die Vergabe von Generalplanerleistungen zur Erlangung von baukünstlerischen Vorentwurfskonzepten für die Erweiterung des ZWI Zentrum für Wissens- und Innovationstransfer am Standort Schubertstraße 6a, 8010 Graz.

Die Sitzungen des Preisgerichts fanden am 18.07. und am 19.07.2017 statt. Als Gewinner ging die ARGE lebidris architektur zt + ir architekten iris reiter , Königsmühlstraße 7, 8043 Graz und Schillerstraße 14, 6020 Innsbruck hervor.

1. Rang = Gewinner

Projekt 021: ARGE lebidris Architektur zt + ir Architektin iris reiter, 6020 Innsbruck

Auszug aus dem Juryprotokoll

Städtebau und Architektur
Das Projekt besticht durch die Herangehensweise, der Bestandsvilla wieder eine neue Gültigkeit zu geben und ein Ensemble von individuellen Baukörpern zu schaffen. Das gelingt durch die asymmetrische Verteilung der Baumassen um die Bestandsvilla herum. An der Schubertstraße eher niedrig, pavillonartig, an der Leechgasse ein höheres Gebäude als deutlichen Abschluss und Identität des ZWI. [...]
Die Bestandsvilla wird gut freigespielt und damit sichtbar. Ihr Eingang mit Altan wird als Zugang neu genutzt. Durch die seitlichen Lichthöfe an den Längsfassaden der Villa wird dem Haupteingang und seiner Fassade noch mehr Bedeutung zuteil. Diese Lichthöfe mit Gartengestaltung dienen als Tageslichtbrunnen für die UG-Zonen der ÖH. [...]


Die funktionalen Anforderungen 
wurden gut erfüllt. Die Trennung der ÖH- Flächen und dem ZWI in den beiden Baukörpern mit der Coworking–Zone im Bestand wird als gute Lösung gesehen. Die Brücke als Gelenk und vermittelndes Element zwischen Altbau und Neubau passt hier ebenso zum räumlichen Konzept.
Die Belichtung der Zonen im UG scheint mit den Gartenhöfen gelöst. Hier ist noch ausreichendes Tageslicht für die Druckerei einzuplanen. Generell sind bei der Gestaltung der Nutzflächen im UG die Anforderungen des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes dort, wo Ganztagsarbeitsplätze geplant sind, zu berücksichtigen. [...]

Die Fassade an der Leechgasse soll hier auch in möglichst transparenter und ansprechender Weise ausgeführt werden. Hier soll auch im äußeren Erscheinungsbild ein Pendant zur Schubertstraße mit Offenheit und einladender Geste entstehen, um auch hier der Nachbarschaft ein belebtes Gegenüber zu vermitteln. Die Materialität mit Alupaneelen, Glas und Weißzementelementen ist gut vorstellbar.

 

2. Rang: Projekt 013, MA-Quadrat.at, Mariacher & Partner ZT KG Arch. DI Anton Mariacher, 8010 Graz

3. Rang: Projekt 012, ARGE LOVE architecture and urbanism ZT GmbH/Lorenz Consult ZT GmbH, 8010 Graz

Anerkennung: Projekt 005, Arch. DI Gerhard Mitterberger, 8010 Graz

Anerkennung: Projekt 007, Arch. DI Markus Pernthaler ZT GmbH, 8020 Graz

Anerkennung: Projekt 009, marte.marte Architekten Arch. DI Bernhard Marte / Arch. DI Stefan Marte, 6800 Feldkirch

Verfahrensbetreuung

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