Universitätsklinik ZMK

Währinger Str. 25A, 1090 Wien
Währinger Str. 25A, 1090 Wien

Universitätsklinik ZMK

Sanierung und Erweiterung

Der Zahn der Zeit nagte lange an der Bernhard-Gottlieb-Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und Kiefer-heilkunde der Medizinischen Universität Wien. Jetzt erstrahlt sie in neuem Glanz. Erschlossen wird das ehemalige Garnisonsspital jetzt über die Sensengasse, statt wie bisher von der Währingerstraße aus. Über den neu gestalteten Vorplatz – direkt neben dem Stadtwald – gelangt man zur glasüberdachten Eingangshalle, die den Alt- mit dem Neubau verbindet und den zentralen Zugang zu sämtlichen Einrichtungen darstellt.  

Im rund 9.800 Quadratmeter großen Zubau im Hof des denkmalgeschützten Komplexes befindet sich im ersten Obergeschoß und im Erdgeschoß der in einzelne Kojen unterteilte Behandlungsbereich, in dem pro Jahr über 25.000 PatientInnen behandelt werden. Das Raumkonzept mit Behandlungskojen ist zentraler Bestandteil des neuen „Unitsystems“, einem modernen und interna-tional anerkannten Ausbildungskonzept, bei dem Studierende fix einer Koje zugeordnet sind und dort die Aufsicht der unterschiedlichen Fachbereiche erfolgt. Neben dem Studentenbetrieb  sind auch die neuen Spezialambulanzen für ästhetische Zahnheilkunde, Endodontie, Funktionsstörungen, Laser, Hyp-nose und ästhetische Parodontalchirugie untergebracht. Im Sockelgeschoß befinden sich ein Seminarraumzentrum und ein 200 Personen fassender Hörsaal. Neben der theoretischen Ausbildung der an die 500 Zahnmedizin-StudentInnen finden hier auch nationale und internationale medizinische Fachveranstaltungen statt. 

Wartezeiten können in der neuen Cafeteria überbrückt werden. Ebenfalls Platz gefunden hat hier die neue  Kantine, die von allen in der Umgebung angesiedelten Einrichtungen der Medizinischen Universität genutzt  wird. Seit 2010 ist der Neubau in Betrieb, der bei Patienten, Ärzten und Studierenden mit seiner Optik und verkürzten Wegen punktet. Kaum wiederzuerkennen ist auch der rund 7.000 Quadratmeter große Innenhof. Nach Fertigstellung des Neubaus wurde der in den 60er Jahren dort erbaute Flachbau abgerissen. Die dadurch entstandene großzügige Freifläche wurde mit Gehwegen, Sitzgelegenheiten und Baumpflanzungen neu gestaltet. Auch der kleinere „Kräuterhof“ bekam ein neues Gesicht.

Der rund 14.000 Quadratmeter umfassende denkmalgeschützte Bestand wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt saniert. Durch Umstrukturierungen der Räume konnten die vorhandenen Flächen effizient genutzt und die verschiedenen Bereiche zusammengefasst werden. Hier befindet sich beispielsweise die komplett neu eingerichtete „Vorklinik“, in der die Studierenden an „Phantomköpfen“ auf die Behandlung von PatientInnen vorbereitet werden. Auch die verschiedenen Forschungsbereiche, die sich u.a. mit Knochenregeneration, Dentalwerkstoffen oder molekularen und zellulären Prozessen beschäftigen, sind hier in einem neu ausgestatteten zentralen Forschungsbereich konzentriert. Weiters konnten hier der Operationstrakt, eine moderne Radiologie, eine Kinderbehandlungsabteilung und ein eigener Betriebskindergarten für die Medizinische Universität Wien eingerichtet werden. 

Für Veranstaltungen können der neu gestaltete Festsaal und die Feststiege genutzt werden. Renoviert wurden auch rund einhundert Barockfenster, wobei zugleich raumseitig hinter den historischen Fenstern Alufenster eingebaut wurden, um die Wärmedämmvorschriften zu erfüllen. Ein Teil der ursprünglichen Natursteinböden konnte ebenfalls erhalten und wieder verwendet werden. Gemäß seinem historischen Erscheinungsbild wurde zudem das Dach saniert, das jetzt die gesamte moderne Haustechnik beherbergt. Diese spielt technisch auf höchstem Niveau. Beispielsweise wird jede Behandlungs-Unit einzeln be- und entlüftet, um höchste Hygienestandards zu erfüllen. Für die zentrale Frischluftansaugung wurde unter dem historischen Gebäude ein eigener Tunnel gegraben, der in den kleineren der beiden Höfe mündet.

Fotos: Harald A. Jahn

Baubeginn
Q2 2008
Fertigstellung
Q2 2013
Generalplaner
NMP-ZT GmbH
Investitionen
rund 83 Mio. Euro
Nettogrundfläche Neubau
rund 9.800 m²
Nettogrundfläche Altbau
rund 14.000 m²
Medizinische Universität Wien - ZMT
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