TU Graz Silicon Austria Labs Visualisierung

TU Graz Silicon Austria Labs

Inffeldgasse, 8010 Graz
Inffeldgasse, 8010 Graz

Neubau des Institutsgebäudes "Silicon Austria Labs"

Wettbewerb

EU-weiter, offener, einstufiger Realisierungswettbewerb mit anschließendem Verhandlungsverfahren für die Vergabe von Generalplanerleistungen für den Neubau des Institutsgebäudes "Silicon Austria Labs" und weiterer Institutsgebäude im Bereich des Campus Inffeldgasse der Technischen Universität Graz.

Die Preisgerichtssitzungen fanden am 16. und 17.07.2018 statt.
Als Gewinner ging das Architekturbüro EverySIZE Arquitectura aus Lissabon hervor.

1. Preis = Gewinner

Projekt 12 / EverySIZE Arquitectura, Lissabon

Auszug aus dem Juryprotokoll

Eingespannt zwischen den Linearitäten von Sandgasse und Inffeldgasse 16 mäandriert entlang einer inneren Achse ein System im Grundriss trapezförmiger Bauteile. Die Rhythmik des luftigen Wechsels von Geschlossen und Offen bietet eine Vielzahl von sich nach außen weitenden Höfen. Wirft das SAL-Gebäude an der Kreuzung im Westen klar seinen Anker, so reagiert der 2. Bauabschnitt als gespiegelter Bruder mit einer platzartigen Öffnung auf die zentrale Nord-Süd-Wegachse des TU-Geländes.

Trotz der Verwendung gleicher Elemente und eines gleichen Systems unterbleibt durch die Maßnahme der Spiegelung und das leichte Auseinanderrücken der Objekte jede Monotonie. Setzen die Projektanten den Hauptzugang für Bauabschnitt 2 an der Sandgasse und der Erschließungsachse der TU, so legen sie den Hauptzugang des SAL-Gebäudes an die innere südliche Grünachse.

Durch Einrückung des Erdgeschoßes sind die Haupteingänge großzügig überdacht, somit klar konnotiert. Die innenräumliche Organisation ist übersichtlich, konzis und zugleich räumlich reich. Logisch sind an die verbindende Wegachse die Vertikalerschließungen und die bedienenden Räume angelagert. Jeder Cluster kann sowohl als autonome Einheit, als auch in Verbindung mit allen anderen Fingern genutzt werden. In jeder zweiten Nische sitzt eine Vertikalerschließung, die zu den zusammenarbeitenden Einheiten über die Geschoße hinweig die rasche Verbindung ermöglicht. 

Alle Bürobereiche liegen an Ost- oder Westfassaden, das heißt vermeiden die Themperaturextreme. Zugleich steht die visuelle Verbindung über die Höfe für jenes Gemeinsame, welches das SAL-Institut vereint. Die angedachte Fassadierung erscheint im Hinblick auf Proportionierung und Verteilung der Fensteröffnungen und der auf einer Pixel-Idee fußenden Oberflächengestaltung zu rigid. Hier sind weitere Überlegungen und Variantenstudien zum Zwecke des Erreichens einer Kohärenz mit den sehr klaren Volumetrien angebracht.

Das Projekt 12 besticht durch hervorragende Erschließung und Belichtung der V-förmigen Einheiten. Bei hoher Flächennutzung werden alle Anforderungen an das Projekt sehr gut erfüllt.

 

2. Preis: Projekt 22 / Thoma Architekten, Berlin

3. Preis: Projekt 08 / Roland Heyzl, Graz

Anerkennung: Projekt 06 / Heri & Salli Architektur, Wien mit Halm-Kaschnig-Wührer, Graz

Anerkennung: Projekt 17 / ZT Arquitectos, Lissabon, Arch. DI Thomas Zinterl

Anerkennung: Projekt 20 / NMB Architekten, Wien Arch. DI Sascha Bradic

Verfahrensbetreuung

ARGEWO - Dr. Nikolaus Hellmayr Architektur
Dr.-Robert-Graf-Str. 23/66
8010 Graz
T +43 676 566 90 80
F +43 1 2533 033 3040
arge(at)wettbewerbsorganisation.at

Geplanter Baubeginn
Q3 2019
Geplante Fertigstellung
Q2 2021