Leopold-Franzens Universität Innsbruck

Innrain 52a, 6020 Innsbruck
Innrain 52a, 6020 Innsbruck

Neubau des Lehr- und Bürogebäudes Universität Innsbruck

Wettbewerb

EU-weiter, offener, einstufiger Realisierungswettbewerb mit anschließendem Verhandlungsverfahren für die Vergabe von Generalplanerleistungen zur Erlangung von Vorentwurfskonzepten für den Neubau des Lehr- und Bürogebäudes am Standort Innrain 52a, 6020 Innsbruck.
   
Die Sitzungen des Preisgerichts fanden am 08. und 09.März 2018 statt. Als Gewinner ging Architekt Günter Mohr (Wien) hervor.

 1. Preis = Gewinner: Architekt Günter Mohr, Mitarbeiter Dipl.-Ing. Markus Böck, Alexander Masching

Auszug aus dem Juryprotokoll:

Die Setzung und Entwicklung des Baukörpers verfolgt konsequent die Idee der Minimierung der bebauten Fläche zugunsten eines möglichst optimalen städtebaulichen Entwicklungspotentials des Areals. Insbesondere in Hinblick auf die Möglichkeit einer späteren baulichen Erweiterung für die Universität.

Die formulierten und entstandenen Grünflächen werden zunächst als wertvolle innerstädtische Erholungsräume von der Jury angesehen. Das Gebäudeensemble weist einen Hochpunkt am Innrain auf, fasst dadurch den Unihauptplatz auf interessante Weise und umrahmt das Areal des Unicampus Innrain auf räumlich dezidierte Weise.

Der differenzierte Baukörper vermittelt maßstäblich zwischen den verschiedenen angrenzenden Bebauungen und den Gebäuden auf dem Uniareal. Es entstehen klar definierte Freiräume und Raumabfolgen, wie der Christoph-Probst-Platz und der Uni-Boulevard als Vermittlungsraum zur großzügigen Campuswiese am Inn.

Die Gliederung des Baukörpers beinhaltet ein offenes Eingangsgeschoß mit markanter Erschließung von Christoph-Probst-Platz, eine breite fünfgeschoßige Sockelzone mit öffentlichen Uniräumen sowie einen Hochpunkt mit Büroräumen und Instituten. Die großzügige Halle als Lichthof weist ein hohes Identifikationspotential für das Uni-Innenleben auf. Das Atrium funktioniert als Kommunikationsraum mit Vermittlungscharakter für die verschiedenen Funktionseinheiten, wie Aula, Seminarräume, Lernzonen etc. Die offenen Lernzonen sind rund um den vorgelagerten Lichthof angeordnet. Die Büros sind gut proportioniert und bemessen und orientieren sich zur Stadt und Landschaft.

Die Fassaden weisen mit ihrem tektonischen Charakter und den mineralischen Materialien interessante Bezüge zu den historischen benachbarten Unibauten am Platz auf. Ebenso ist die Eingangssituation gestaltet, mit referenziellen Bezug zu den Portalen der Nachbarbauten.

Insgesamt würdigt die Jury das Projekt in seiner städtebaulichen Setzung und maßstäblichen Beziehung zu den umgebenden Gebäuden, Definition der Freiräume und der Materialisierung und Formulierung der Fassade. Das städtebauliche Entwicklungspotential der Freiräume wird im Sinne der Verdichtungs-möglichkeiten für die Stadt und die Uni als wichtig eingestuft.


    
2. Preis: Projekt 1027, Architekt Katzberger ZT GmbH, Wien

3. Preis: Projekt 1022, ao-Architekten ZT GmbH, Innsbruck

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