HTL Dornbirn

Höchsterstraße 73, 6850 Dornbirn, Österreich
Höchsterstraße 73, 6850 Dornbirn, Österreich

Höhere Technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt Dornbirn

Wettbewerb

EU-weiter, offener, einstufiger Realisierungswettbewerb mit anschließendem Verhandlungsverfahren für die Vergabe von Generalplanerleistungen zur Erlangung von baukünstlerischen Vorentwurfskonzepten für den Neubau des ORG für Leistungssport Dornbirn und die Erweiterung der HTL Dornbirn am Standort Höchster Straße 73, 6850 Dornbirn.

Die Sitzungen des Preisgerichts fanden am 2. und 3. Juni 2020 statt. Als Gewinner ging das Architekturbüro architektur. terminal, hackl und klammer aus Röthis hervor.
 

1. Rang = Gewinner

Projekt 1024 / architektur. terminal, hackl und klammer, Röthis

Auszug aus dem Juryprotokoll

Der Bestandbau der HTL Dornbirn ist ein Baukörperkonglomerat, das durch Massivität und durch seine städtebaulich unglückliche Positionierung eine schwierige Ausgangslage für einen zusätzlichen Neubau darzustellen scheint. Jedoch wird der behäbige Eindruck des Gebäudes durch den großzügigen vorgelagerten Park gemildert. Der wunderbare alte Baumbestand vermag die Assoziation zur „Schule im Park“ hervorzurufen. 

Die Positionierung und Formung des ORG für Leistungssport geht auf die vorrangige Qualität des Parks konsequent ein, und setzt in diesem Sinne Baukörper und Sportplatz schonend zwischen den Baumbestand. Mit dieser Haltung kann der Eindruck der „Schule im Park“ weitergeführt werden. Der Baukörper der Sportschule vermag die städtebaulichen Fragestellungen des Bestands durch ein selbstständiges und bewusst „reduziertes“ Auftreten schlüssig zu beantworten. 

Das 5-geschoßige Volumen an der Höchsterstraße setzt einen markanten Orientierungspunkt, der im Spannungsfeld zwischen der Masse des

Bestandgebäudes und der Kleinstruktur der Einfamilienhäuser gut vermitteln kann. Die Abkehr von der Geometrie der HTL und die Distanz zum Bestand vermag der Sportschule ein selbständiges Auftreten zu verleihen, und bindet dennoch mit einem stimmigen Übergang zum Bestand an.

Sämtliche Zugangsrichtungen führen zum gemeinsamen Schulvorplatz.  Im Sinne eines gemeinsamen Standortverständnisses der beiden Schultypen ein wichtiger Aspekt. Die bauliche Verbindung zwischen den beiden Schulen schafft zudem eine großzügige Überdachung, ein wertvolles Angebot für den Vorplatz. Die Frage der Belichtung und der ausreichenden Höhe in diesem Bereich müssen noch untersucht werden. 

Das Erdgeschoß scheint insgesamt noch großes Potential für logische Zugänge und großzügigere Räume im Außen– wie auch im Innenbereich zu bieten. Die zweigeschoßige Aula sollte klarer strukturiert und ausgerichtet sein. Die Erdgeschoßzone sollte insgesamt als Bereich der offenen Nutzung und der vermittelnden Sichtbeziehungen formuliert werden. Ein Näherrücken des Baukörpers an die Höchsterstraße könnte mehr Raum dafür schaffen.

Das Konzept der Cluster ist in der derzeit abzulesenden strikten Ordnung einfach und für den Unterricht gut geeignet, könnte dennoch in der Weiterbearbeitung mehr Vielfalt und Offenheit der Lernräume verfolgen. die geschoßweise Zuordnung der Funktionen muss überarbeitet werden.

Das Projekt zeigt klar auf, dass das Potential des Ortes im großzügigen Areal mit altem Baumbestand zu finden ist, kann letztendlich durch Klarheit und Reduktion überzeugen. 


2. Rang: Projekt 1026 / Architekt Thomas Schnizer, Innsbruck

3. Rang: Projekt 1001 / Arch. DI  Bernhard Berger, Dornbirn

Anerkennung: Projekt 1002 / Dietrich Untertrifaller Architekte4n ZT GmbH, Bregenz

Anerkennung: Projekt 1017 / Arch DI Thomas Schiegl, Kundl

Anerkennung: Projekt 1023 / PLOV Architekten ZT GmbH, Wien

Verfahrensbetreuung

undarchitektur
architekt di thomas klima
bachlechnerstraße 21
6020 innsbruck
t/f +43 (0) 512 574729
office@undarchitektur.at
www.undarchitektur.at

Ausstellung

Alle Wettbewerbsprojekte sollen in der HTL Dornbirn zu einem späteren Zeitpunkt ausgestellt werden. Dazu erhalten die TeilnehmerInnen und die Kammer der Ziviltechniker*innen zeitgerecht eine Information.