BRG Gröhrmühlgasse

BRG Gröhrmühlgasse

Gröhrmühlgasse 27, 2700 Wiener Neustadt, Österreich
Gröhrmühlgasse 27, 2700 Wiener Neustadt, Österreich

Erweiterung und Sanierung BRG Gröhrmühlgasse

Wettbewerb

EU-weiter, offener, einstufiger Realisierungswettbewerb mit anschließendem Verhandlungsverfahren für die Vergabe von Generalplanerleistungen zur Erlangung von Vorentwurfskonzepten für die Sanierung und Erweiterung des BRG Gröhrmühlgasse, am Standort 2700 Wiener Neustadt, Gröhrmühlgasse 27.

Die Sitzungen des Preisgerichts fanden am 06. und 07.10.2020 statt. Als Gewinner gingen Ederer + Haghirian Architekten ZT GmbH hervor.

1. Rang = Gewinner

Projekt 03/ Ederer + Haghirian Architekten ZT GmbH, 8010 Graz

Auszug aus dem Juryprotokoll

Städtebauliche Kriterien 
Grundgedanke des Projektes ist das Weiterbauen und Ergänzen des Vorhandenen. Der Zubau schließt sich im Westen des Grundstückes an den Bestand an und erweitert die Schule um einen L-förmigen Anbau. Städtebaulich treten jedoch zwei in einander geschobene und in ihrer Geschoßigkeit unterschiedliche Baukörper in Erscheinung, die auf geschickte Art und Weise mit dem großen Volumen umgehen und sich als Ergänzung sehr positiv in die Umgebung einfügen.  

An der nördlichen Grundgrenze bleibt die durchgängige Wegeverbindung bestehen, die geforderten Stellplätze finden entsprechend Platz, wünschenswert wäre eine zusätzliche  aufwertende Begrünung. 
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Funktionale Kriterien
Idee der neuen Ausformulierung des Haupteinganges ist ein nahezu gleichwertiger Zugang zu Souterrain und Erdgeschoß. Beide Geschoße werden direkt vom Außenbereich  erschlossen, erhalten einen Windfang und verteilen dadurch sehr geschickt die Schülerströme. Die Garderoben werden sehr gut verteilt, wodurch auch im Souterrain eine Aula  entstehen kann, die auch die Turnhalle samt Nebenräumen erschließt und vertikal in der  neu geschaffenen und sehr großzügigen Erschließungsspange ihre Fortsetzung findet,  die im Sinne einer Aufteilung und Verkürzung der Wegebeziehungen sehr positiv aufgenommen wird. 

Das Erdgeschoß erfährt durch die Ergänzung des Neubaus, die richtige Anordnung der  Funktionen sowie durch das sehr gute Angebot an Aufenthalts- und Freiflächen eine enorme Aufwertung.
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Architektonische Kriterien
Die Fassadengestaltung kann als klar gegliedert bezeichnet werden und stellt positive Bezüge zum Bestandsgebäude der 80er Jahre her. Der Einsatz von Betonfertigteilen als  vorgehängtes Fassadensystem lässt eine hohe Qualität erwarten, der hohe Anteil an  Glas und Fensterflächen wird im Sinne der sommerlichen Überwärmung kritisch gesehen. Die Materialwahl im Inneren lässt helle, offene und warme Räume erwarten die die  Aufenthaltsqualität sehr unterstützen. Das „Wohlfühlen“ im Raum und die Identifikation mit dem Gebäude werden dadurch ganz wesentlich gefördert. 

Ökonomische und Ökologische Kriterien / Nachhaltigkeit
Sowohl die Bauweise in Hinblick auf Material und Tragwerk, als auch die haustechnischen Anlagen sind wohl überlegt und lassen ein ökonomisches Projekt erwarten. Die Überbauung der Turnhalle und auch die Fundamentierung stellen gewisse Herausforde- rungen dar, die im Projekt überzeugend gelöst bzw. mitgedacht wurden. Das Tragwerk des Bestandes wurde nicht verändert, die angedachten Maßnahmen sind gut und mit angemessenem Aufwand realisierbar. 

2. Rang: Projekt 11 / YF architekten zt gmbh, Wien

3. Rang: Projekt 29 / Wolfgang Weidinger ZT GmbH, Linz

Anerkennung: Projekt 09 /  Franz und Sue ZT GmbH, Wien

Anerkennung: Projekt  17/ Karl und Bremhorst Architekten ZT GmbH, Wien

Anerkennung: Projekt 20 / SHIBUKAWA EDER ARCHITECTS ZT GmbH, Wien

Verfahrensbetreuer

next-pm ZT GmbH
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