Bildungseinrichtung Gersthof

Bildungseinrichtung Gersthof

Wielemansgasse 28, 1180 Wien, Österreich
Wielemansgasse 28, 1180 Wien, Österreich

Bestands- und Funktionssanierung Bildungseinrichtung Gersthof

Wettbewerb

EU-weites, zweistufiges , offenes Verhandlungsverfahren mit vorheriger Bekanntmachung für die Vergabe von Generalplanerleistungen zur Erlangung von Vorentwurfskonzepten für die Bestands- und Funktionssanierung des Ausweichquartier Gersthof, am Standort 1180 Wien, Wielemansgasse 28.

Die Sitzung des Preisgerichts fand am 17.12.2020 statt. Als Gewinner ging  die Franz & Sue ZT GmbH hervor.

1. Rang = Gewinner

Projekt / Franz & Sue ZT GmbH, 1100 Wien

Auszug aus dem Juryprotokoll

Der Bestand 

Das signifikante Gebäude mit seiner langen Nutzung als Krankenhaus bringt für die  Transformation in einen zeitgemäßen Schulbau einige Herausforderungen mit sich. Vor allem  die Trakttiefen von ca. fünf Meter und die Erschließung lassen auf den ersten Blick Zweifel an  einer sinnvollen und wirtschaftlichen Adaptierung aufkommen. Bei näherer Untersuchung  entdeckt man jedoch sehr bald den besonderen Charme und das Potential des Gebäudes. 

Kurze Wege 

Die fünfgeschossige Schulnutzung erfordert für einen raschen Wechsel zwischen den  Unterrichtseinheiten eine hochwertige vertikale Verbindung. Die bestehende Hauptstiege kann  ohne allzu große Veränderungen beibehalten werden. Die bestehende kleine Stiege ist für eine  Schulnutzung nur eingeschränkt brauchbar und wird daher durch eine neue großzügige  Hauptstiege ersetzt. Die beiden im Grundriss diagonal versetzt angeordneten Stiegen  ermöglichen eine gute Zirkulation im Gebäude und die Entfluchtung der Obergeschosse. Das  Erdgeschoss und Gartengeschoss werden unabhängig davon direkt ins Freie entfluchtet.  Die  Lehrer werden im Sinne der kurzen Wege zentral im Gebäude in den Geschossen EG, OG 1 und  OG 2 angeordnet.  

Die offene Schule 

Um die schlecht belichtete Mittelgang-Typologie zu öffnen, werden die Türen und Nischen  verglast. Die dezentralen Pausenzonen werden durch die bestehenden Balkone und Terrassen  erweitert. Dadurch entsteht eine offene Schule, in welcher es keine reinen Verkehrsflächen  gibt und alle Bereiche gut nutzbar sind. 

Eine wohnliche Atmosphäre 

In Anlehnung an die denkmalgeschützten Fliesen im bestehenden Stiegenhaus werden die  Erschließungs- und Pausenflächen mit einem neuen ornamentalen Fliesenmuster ausgeführt.  Dadurch ist eine hohe Gebrauchstauglichkeit gegeben (keine Patschenschule). In Verbindung  mit einer weicheren Möblierung wird in den Pausenräumen eine wohnliche Atmosphäre  geschaffen, welche durch den Parkettboden in den Klassen ergänzt wird. 

Die Stammklassen 

Die Garderobenflächen werden in die Stammklassen integriert. Dadurch können flexibel  nutzbare Unterrichtsräume mit 70m² bis 80m² geschaffene werden. Die Spinde der Schüler  teilen den Raum in einen größeren Bereich für klassischen Unterricht und in eine kleinere  Selbstlernzone. Aus dem Makel der geringen Trakttiefen wird eine attraktive Lernlandschaft. 

Verfahrensbetreuer

ZT DI Andrea Hinterleitner
Ditscheinergasse 4/12
1030 Wien
T + 43 1 877 48 11
F + 43 1 877 48 54
office(at)zt-hilei.at