BG/BRG Keimgasse

BG/BRG Keimgasse

Franz-Keim-Gasse 3, 2340 Mödling
Franz-Keim-Gasse 3, 2340 Mödling

Sanierung und Erweiterung BG/BRG Keimgasse

In den nächsten drei Jahren wird das BG/BRG in der Franz-Keim-Gasse in Mödling saniert und erweitert. Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) investiert als Liegenschaftseigentümerin und Bauherrin 34,5 Millionen Euro. Mit diesen Mitteln wird das Bestandsgebäude generalsaniert und aufgestockt. Ein neuer Zubau gleicht den derzeitigen Fehlbestand an Stammklassen aus. Zudem dürfen sich die Schüler über neue Sportanlagen freuen.

"Das BG und BRG Keimgasse in Mödling erfreut sich großer Beliebtheit, weswegen die Räumlichkeiten mittlerweile nicht mehr ausreichend für die große Schüleranzahl sind. Mit der Sanierung und Erweiterung des Schulgebäudes tragen wir dem in den letzten Jahren gestiegenen Platzbedarf Rechnung und schaffen modernen Raum für zeitgemäßes Lernen und Lehren. Trotz begrenzter Flächenressourcen und der innerstädtischen Lage wird bei diesem Projekt besonderes Augenmerk auf qualitativ hochwertige Sportflächen und adäquate Lösungen für den öffentlichen Raum gelegt. Läuft alles plangemäß, können die Schüler und Lehrer das Wintersemester 2022/23 in ihrer neuen Schule beginnen", sagt Wolfgang Gleissner, Geschäftsführer der BIG.

Mehr Raum für Unterricht, Verwaltung und Sport

Nachdem im ersten Schritt die bestehende Zweifachturnhalle abgebrochen wurde, wurde mit Anfang November die Baugrubensicherung hergestellt und danach mit dem Aushub für die neue Dreifachsporthalle begonnen. Diese wird zu zwei Dritteln in den Grund eingebaut, der Rest steht über Tage. Am Dach wird ein Hartplatz für weitere Sportaktivitäten installiert. Anstelle der alten Turnsäle errichtet die BIG einen 4.300 Quadratmeter großen Schul- und Verwaltungstrakt, in dem neue Stammklassen, Gruppen- sowie Verwaltungsräume eingerichtet werden. Durch eine Verbindung im ersten Obergeschoß kann der auf der Turnhalle aufsitzende Sportplatz – neben Treppen im Schulhof – mühelos erreicht werden.
In der zweiten Bauphase wird das Bestandsgebäude generalsaniert. Dabei wird von den Oberflächen bis zur Haustechnik alles adaptiert bzw. auf den neuesten Stand gebracht. Anschließend erfolgt die Aufstockung um ein weiteres Geschoß. Dort finden sich in Zukunft der Festsaal der Schule sowie Räume für künstlerischen Unterricht wie die bildnerische Erziehung. Durch das von Treusch architecture ZT GmbH entworfene Konzept gewinnt das BG & BRG Keimgasse zusätzliche 6.400 Quadratmeter für Unterricht, Verwaltung und Sport.

Bauarbeiten bei laufendem Schulbetrieb

Aufgrund des Platzmangels findet der Unterricht derzeit für einige Schüler anstatt in Stammklassen in Form von Wanderklassen statt. Diese ziehen ab Mitte November in ein neues Containerausweichquartier mit direktem Zugang zum Bestandsgebäude. Nach Fertigstellung des Zubaus übersiedeln die restlichen Klassen vom alten in den neuen Trakt, sodass mit der Generalsanierung begonnen werden kann.

Schräge Sache

Da das Gelände von der Franz-Keim-Gasse zur Toni-Berg-Promenade hin abfällt, wird der neue Trakt ein Geschoß mehr als das Bestandsgebäude haben, um den Höhenunterschied auszugleichen. Somit wandern die Schüler beispielsweise vom Erdgeschoß des bestehenden in das erste Obergeschoß des neuen Gebäudeteils, ohne wirklich die Etage zu wechseln.

Baubeginn
Q4 2019
Geplante Fertigstellung
Q3 2022
Investitionen
rund 34,5 Mio. Euro

Sanierung und Erweiterung BG/BRG Mödling Keimgasse

Wettbewerb

EU-weiter, offener, einstufiger Realisierungswettbewerb mit anschließendem Verhandlungsverfahren für die Vergabe von Generalplanerleistungen zur Erlangung von Vorentwurfskonzepten für die Sanierung und Erweiterung BG/BRG Mödling Keimgasse, am Standort Franz-Keim-Gasse 3, 2340 Mödling.

Die Sitzungen des Preisgerichts fanden am 01. und am 02.02.2017 statt. Als Gewinner ging die Franz und Sue ZT GmbH hervor.

1. Rang = Gewinner

Projekt 22 / Treusch architecture ZT GmbH, Wien

Auszug aus dem Juryprotokoll

Das Projekt besticht durch die städtebauliche Anordnung des neuen Schultraktes und der Dreifach-Sporthalle, insbesondere durch den parallel zum Mödlingbach gedrehten Gebäudetrakt und den dadurch entstehenden neuen Zugangsbereich zum Schulgelände. Die Eingangssituation zwischen Neubau und Altbau ist gut situiert und großzügig, entsprechend der Nutzung dimensioniert. Der Entwurf definiert das Schulgelände Richtung Mödlingbach und öffnet es gleichzeitig mit einem überdachten Vorbereich, der durch eine kreisförmige Deckenöffnung zusätzlich belichtet wird. Das Projekt reagiert durch die Proportionen und die Lage der Baukörper am Grundstück in positiver Weise auf die Nachbarliegenschaften.

Der Freibereich wird in sehr gut nutzbare Höfe gegliedert. Die Durchlässigkeit von Süden nach Norden ist besonders hervorzuheben. Sitzstufen erschließen den am Dach des Turnsaals gelegenen Hartplatz und schaffen gleichzeitig einen Mehrwert für die Nutzung des Hofbereichs. Die PKW-Situation ist zufriedenstellend gelöst.

Die begrünte Zone im Süden der Schule bietet einen zusätzlichen Freiraum entlang der Uferpromenade. Durch die beiden Zubauten entsteht ein neues Ensemble, das die gesamte städtebauliche Situation des Bildungsbaus entsprechend seiner öffentlichen Bedeutung aufwertet.

Die Nutzungen wurden in logischer, pragmatischer Weise funktionell in den beiden Gebäudeteilen umgesetzt. Besonders hervorzuheben ist die Erschließbarkeit des am Dach des Turnsaals befindlichen Hartplatzes; einerseits von der Hofebene, andererseits großzügig über den ersten Stock des neuen Schultraktes. Hier kann die Dachebene auch als Pausenterrasse verwendet werden. Die Klassen sind größtenteils nach Süden zur Uferlandschaft orientiert. Die Räume im Bestandsgebäude werden durch die Zubauten in keiner Weise in ihrer Funktion beeinträchtigt. Die Pausenflächen werden gut belichtet um einen offenen Lichthof orientiert, wenngleich die Situierung der Garderoben in einem abgetrennten Raum nicht unbedingt erforderlich scheint. Einzelne funktionelle Aspekte, besonders im Bereich des neuen Schulbaukörpers, sind im Zuge der weiteren Entwurfsplanung mit dem Nutzer abzustimmen, wobei die gewählte Stahlbeton-Skelettbauweise eine hohe Flexibilität erlaubt.

 

2. Rang: Projekt 28, Jabornegg & Pálffy ZT-GmbH, Vasko +Partner Ingenieure ZT für Bauwesen und Verfahrenstechnik GmbH, Wien

3. Rang: Projekt 29, Architekt DI Martin Strobl – Architektur Strobl, Graz

Anerkennung: Projekt 17, URMANN RADLER ZT GmbH, Linz

Anerkennung: Projekt 15, silbermayr welzl architekten zt gmbh, Wien

Anerkennung: Projekt 05, Arch. Dipl.-Ing. Elisabeth Wieser, Wien

Verfahrensbetreuer

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