Ein neues Gebäude für die Angewandte

Am 4. Oktober wurden mit dem Gebäude in der Vorderen Zollamtsstraße 7 und dem Schwanzer-Wörle-Trakt am Oskar-Kokoschka-Platz 2 gleich zwei Standorte der Universität für angewandte Kunst feierlich eröffnet. 

Rektor Gerald Bast ließ den – oft steinigen – Weg bis zur Projektrealisierung Revue passieren. Schließlich musste die Angewandte bereits seit ihrer Gründung vor 150 Jahren stets vehement für mehr Platz kämpfen.
In der Vorderen Zollamtstraße stehen der Universität nach Sanierung und Adaptierung rund 15.000 m² zur Verfügung, im Schwanzer-Wörle-Trakt sind es nach der Entfernung aller nachträglich eingebauten Hinzufügungen und Sanierung rund 13.200 m².

Dass nach vielen Hürden das Projekt gemeinsam mit der BIG erfolgreich umgesetzt werden konnte, hob Bast – der der Bundesimmobiliengesellschaft bis zur Zusammenarbeit durchaus kritisch gegenüberstand –in seiner Rede hervor: "Es ist ein Vergnügen mit der BIG zu arbeiten. Die Professionalität und die Perfektion der Menschen, die in diesem Unternehmen arbeiten ist unglaublich." Eine wichtige Rolle spielte dabei auch das gegenseitige Vertrauen, wie BIG Geschäftsführer Hans-Peter Weiss in seiner Rede betonte. In diese Kerbe schlug auch Maria Zettler, Vizerektorin der Angewandten: "Wir haben gemeinsam hart gearbeitet und dann auch wieder von Herzen gelacht." Die gute Zusammenarbeit führte auch dazu, dass das komplexe Projekt innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen werden konnte.

Das von Riepl Kaufmann Bammer Architektur geplante Gebäude in der Vorderen Zollamtsstraße ermöglicht es der Universität nun, fünf über die Stadt verstreute Exposituren an einem Standort zusammenzuführen. Herzstück des Hauses ist der nach innen gekehrte Campus. Dafür wurde das Objekt teilweise entkernt und die ursprünglich vorhandenen Innenhöfe durch einen Abbruch aufgelöst. So entstand eine Innenraumsituation mit besonderem kommunikativen Mehrwert. "Die so erreichte Flexibilität des Hauses ermöglicht heute noch unbekannte Nutzungsmöglichkeiten uns ist damit besonders nachhaltig – ein Haus für die Ewigkeit", so Hans-Peter Weiss.

Insgesamt wurden 66 Millionen Euro in das Projekt investiert. "Mit diesem baulichen Innovationsschub hoffe ich, dass die Angewandte ihre künstlerisch-kreative Vorreiterrolle im Verhältnis von Kunst und Industrie auch weiterhin ausbaut", betonte Wissenschaftsminister Heinz Faßmann in seiner Rede.

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