Das Bildungsquartier Aspern beschert der BIG den zehnten ZV Bauherrenpreis

Optimalen Bildungsraum der Zukunft zu schaffen hat sich die BIG auf die Fahnen geschrieben. Das Streben nach Gebäuden und Architektur, die gleichermaßen auf Funktionalität wie auch auf Wohlbefinden setzen, ist der Bundesimmobiliengesellschaft besonders im Bildungsbau ein Anliegen. Dieses Engagement wurde nun mit dem Bauherrenpreis der Zentralvereinigung der ArchitektInnen Österreichs (ZV) für das Bildungsquartier Seestadt Aspern in Wien gewürdigt.

Mit dem Bau von fasch&fuchs.architekten aus Wien beweise "die Bundesimmobiliengesellschaft einmal mehr, dass sie unbeirrt entschlossen ist, mit hohem Engagement und Offenheit für Neues die Entwicklung des Schulbaus voranzutreiben", so die Nominierungsjury, bestehend aus Architekturpublizistin und Kuratorin Gabriele Kaiser, dem Schweizer Architekt Andreas Bründler und dem Vorarlberger Architekten Stefan Marte.

"Wir sind stolz und freuen uns sehr, bereits zum zehnten Mal mit dem Bauherrenpreis ausgezeichnet worden zu sein. Die 2017 fertiggestellte Schule in der Donaustadt ist ein von der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen mit Gold ausgezeichnetes Gebäude und bietet ein modernes Lern- und Lehrumfeld – je nach Schulstufe sind die Unterrichtsräume nach dem Cluster- bzw. Departmentsystem angeordnet", so BIG Geschäftsführer Wolfgang Gleissner, der die Auszeichnung bei der Preisverleihung am 19. Oktober im Grazer Orpheum entgegennahm.

Im Auftrag des Bildungsministeriums errichtete die BIG im Stadtentwicklungsgebiet Seestadt Aspern eine Bundesschule mit insgesamt 41 Klassen für rund 1.100 Schüler. Diese sind für die Sekundarstufe I nach einem Clustersystem angeordnet, bei dem mehrere Klassenzimmer um einen offenen Raum gruppiert sind, der etwa auch für Gruppenarbeiten genutzt werden kann. In der Sekundarstufe II wurden die Lehrbereiche im Departmentsystem gegliedert. Die Lehrerzimmer sind hier dezentral im jeweiligen Department integriert. Anstatt in Stammklassen findet der Unterricht in einem Raum der entsprechenden Abteilung statt.
Auf rund 13.800 Quadratmeter Nettoraumfläche finden überdies Theorieklassen, Sonderunterrichtsräume, Verwaltung, Pausen- und Sportflächen Platz. Austoben können sich die Schüler auch auf den 7.700 Quadratmeter großen Außenflächen.

Nicht nur in punkto Baukultur, sondern auch in Sachen Nachhaltigkeit spielt das Gebäude alle Stückerl. Die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (ÖGNB) zertifizierte die Schule aufgrund von Energieeffizienz, eingesetzten Materialien und vielen weiteren Nachhaltigkeitsaspekten mit 904 von insgesamt 1.000 möglichen Punkten mit "ÖGNB Gold". Zum Vergleich: Eine durchschnittliche Schule wird mit 500 bis 600 Punkten bewertet.

Heuer ritterten österreichweit 106 Projekte um den seit 1967 vergebenen ZV Bauherrenpreis , 22 wurden tatsächlich nominiert – darunter mit dem MED CAMPUS Graz Modul 1, der Tourismusschule am Wilden Kaiser in St. Johann in Tirol und dem BRG St. Pölten auch drei weitere BIG Projekte.

Ausgezeichnet wurden Bauten, die in ihrer Eigenständigkeit auf jeweis unterschiedliche Weise  den unerschöpflichen Möglichkeitssraum von Architektur ausloten. ZV-Präsidentin Maria Auböck unterstrich, dass mit den Nominierungen und Preisträgern vor allem innovative, architektonische Qualitäten gewürdigt würden, die durch das gelungene Zusammenspiel von Bauherren und Planern entstehen könnten.

Bildungsquartier Aspern innen Pausenfläche
Bildungsquartier Aspern Hof

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