Universität für Musik und darstellende Kunst

Sanierung und Erweiterung

Bis in die Mitte der 1990er Jahre war das Gebäude am Anton-von-Webern-Platz 1, das ehemalige „k. und k. Tierspital“ die Heimat der Veterinärmedizinischen Universität. Mit dem Einzug des größten  Teils der Universität für Musik und darstellende Kunst entstand dort innerhalb eines Jahrzehnts in mehreren Baustufen ein attraktiver Campus, der zur Entwicklung des gesamten Stadtteils beiträgt.

Das 1823 errichtete Hauptgebäude und seine Flankenbauten wurden in ständiger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt saniert, an die speziellen Bedürfnisse des Lehrbetriebs der Musikuniversität angepasst und vor allem von Einbauten späterer Epochen befreit, um wieder zur ursprünglichen Gestalt zurückzukehren. Der so im Innenhof frei gewordene Platz wurde für neue, zweigeschossige und rundum verglaste Baukörper aus Stahlbeton genutzt, die sich auf wenigen Säulen abstützen. Sämtliche Dachböden wurden durch Aufbauten aus akustisch optimierten Holzelementen ersetzt, auf deren Fassade bewegliche Sonnenschutzlamellen aufsetzen. Insgesamt verfügt die Universität nun über 5.000 Quadratmeter neue Flächen für Institute, Unterrichtsklassen und Filmstudios.

„Film ab“ nennt sich passend zum Studienangebot der Universität das BIG Art-Projekt der Künstler Nicole Six und Paul Petritsch. Am 24. Mai 2007 versammelten sie für zwei Stunden rund 5.000 Personen auf dem Campus der Universität wie in einer filmischen Massenszene, um den Neubau der Filmstudios zu inszenieren. Diese temporäre „Kunst am Bau“ ließ die Menschenmasse zum eigentlichen Protagonisten werden, zu einem kollektiven Subjekt, das einen Nachmittag lang den Platz gefüllt hat und anschließend wieder räumte – als Sinnbild für Vergänglichkeit und Prozesshaftigkeit.

Facts

Baubeginn: 4. Quartal 2004
Fertigstellung: 3. Quartal 2006

Standort

BIG Art Kunst & Bau Projekt