Haus der Forschung

Haus der Forschung

Neubau

 
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Auf begrenztem Platz und mitten zwischen historischen Altbauten ist in der Sensengasse im 9. Wiener Gemeindebezirk mit dem neuen Haus der Forschung ein deutliches Zeichen der Innovation entstanden. Das Gebäude wird zum größten Teil von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft genutzt, ist aber auch Standort mehrerer kleiner Forschungseinrichtungen.

Die Fläche von 1.250 Quadratmeter wurde für die Errichtung eines Objekts aus zwei Bauteilen genutzt, die durch einen gemeinsamen Liftblock verbunden sind. In den Obergeschoßen befinden sich die Büros der Mieter, im Erdgeschoß wurden ein Veranstaltungsraum für 150 Personen und ein öffentliches Café als Begegnungszonen eingerichtet. Die Untergeschosse werden als Fahrradabstellflächen, für die Serverräume und Archive genutzt. Um die Betriebskosten zu senken, wurde das Gebäude mit modernster Technologie energetisch optimiert – dadurch ist das Haus der Forschung auch eines der ersten hochgradig energieeffizienten Bürogebäude überhaupt und damit auch ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem internationalen Standard.

Eine Metapher für Kunst und Forschung ist die BIG Art-Installation „0-24 Licht“ von Angelo Stagno und Andrea van der Straeten. Auf den ersten Blick sehen die aus der Decke hängenden Lichtkabel aus, als wäre etwas nicht fertig geworden. Genau das wollen aber die Künstler damit ausdrücken: Kunst und Forschung sind nie „fertig“, sondern bleiben ewige Baustellen. „0-24 Licht“ versucht, einen aktuellen Stand des technisch forschenden Umgangs mit Licht für die Besucher des Hauses erfahrbar zu machen: Sonnenlicht wird auf dem Dach des Gebäudes erfasst und über Lichtfaserkabel in das Foyer getragen. Bei Sonne können die Besucher das Licht am Ende der Kabel sogar anfassen, Wettveränderungen werden auf diese Weise auch im Inneren des Gebäudes erkennbar.

Facts

Baubeginn: Mai 2005
Fertigstellung: Juni 2006

Standort

BIG Art Kunst & Bau Projekt

Wettbewerb

Sanierung und Erweiterung BG/BRG Stockerau

BG und BRG Stockerau

Gegenstand des EU-weiten, offenen und einstufigen Wettbewerbes war die Erlangung von baukünstlerischen Vorentwürfen, mit anschließendem Verhandlungsverfahren für die Vergabe von Generalplanerleistungen, für die Erweiterung und Sanierung BG und BRG Stockerau.

Bestandteil der Aufgabe war die Unterbringung des neuen Raum- und Funktionsprogramms (Erhöhung der Stammklassenzahl von derzeit 32 auf 40 Klassen, Errichtung einer dritten Turnhalle) bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des Unterrichtes.

Die Jurysitzung fand am 27. und 28. Juni 2006 statt. Als Gewinner ging Architekt DI Robert Ruderstaller hervor.

1. Rang

Projekt 1004, Architekt DI Robert Ruderstaller

Mitarbeiter
DI Hans Bojer, Ben Brüll, DI Wolfgang Bauer, Peter Weiss

"Beim Projekt handelt es sich um einen Zu- und Umbau. Der Zubau ist schwebend und vermittelt Leichtigkeit und entschärft das Erscheinungsbild des Zubaues (aus 1980). Städtebaulich überzeugende Eingangssituation durch Aufgreifen der Struktur der Belvederegasse. Die Erschließung ist gut gelöst, auch die Fluchtwege Festsaal sind gelöst."
(Auszug aus dem Juryprotokoll)

2. Rang

Projekt 1026, Architekt DI Johann Zeiner

Mitarbeiter
DI Christina Florit Schmid, Karl Gappmeier, B. Serdar Songür

3. Rang

Projekt 1013, Vatter & Partner ZT-KEG in Zusammenarbeit mit GSarchitects

Mitarbeiter
DI Dr. tech. Gregory Pilz, Robert Lamprecht, Rainer Strele, Hubert Schuller

Aufwandsentschädigung und Nachrücker für die Ränge

Projekt 1027, Baumeister Architekten

Mitarbeiter
DI Daniela Ertl, DI Michael Manzenreiter

Aufwandsentschädigung und Sonderpreis

Projekt 1028, halm.kaschnig architekten
Arch. DI Peter Kaschnig, Arch. DDI Christian Halm

Mitarbeiter
Thomas Rauter, Erich Wutscher

Aufwandsentschädigung

Projekt 1020, Arge Pfeil - Moser
Arch. DI Franz Pfeil ZT GmbH, Moser Architekten ZT GmbH

Mitarbeiter
Rainer Geiger, Ronald Kautz, Werner Pfeil, Bernd Wiltschek

Nachrücker für die Aufwandsentschädigung

Projekt 1017, Klein.Riesenbeck u. Assoziierte GmbH

Mitarbeiter
Arch. DI Sabine Spliethoff, Arch. DI Anne Linnemannstöns

Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten

Verfahrensbetreuer