Bundesschullandheim (BSLH) Radstadt

Sanierung und Erweiterung

Die Schülerinnen und Schüler, die demnächst im Bundesschullandheim (BSLH) Radstadt im Schloss Tandalier "einchecken", übernachten in herrschaftlichem und dennoch modernem Ambiente. In den letzten zweieinhalb Jahren sanierte die BIG das bestehende Schloss und errichtete einen Neubau.

Der rund 1.100 Quadratmeter große Neubau neben dem Schloss umfasst drei Geschoße. Eine Solaranlage auf dem Dach deckt einen Teil des Warmwasserbedarfs ab. Die Rezeption und ein Gymnastikraum befinden sich ebenfalls im neuen Gebäude. Insgesamt 70 Betten sind auf Ein- bis Vier-Bett-Zimmer im Erdgeschoß und im ersten Stock verteilt. Pro Ebene gibt es ein barrierefrei gestaltetes Ein-Bett-Zimmer. Das Untergeschoß beherbergt die Heizzentrale für das gesamte BSLH sowie die Lüftungszentrale für den Neubau.

Durch einen unterirdischen Gang gelangen die Schüler zum Schloss. Bei dem denkmalgeschützten Bestandsgebäude wurde der Dachstuhl saniert und statisch ertüchtigt. Dank einer umfangreichen Innensanierung und einer neuen Raum­aufteilung gibt es jetzt Vier-Bett-Zimmer statt der früheren Zwei- bis Acht-Bett-Zimmer. Insgesamt sind im Schloss 24 Betten verfügbar. Im Speisesaal können 120 Personen essen. Die Küche wurde offen und modern gestaltet.

Vom Schloss aus können die Schüler über einen weiteren unterirdischen Gang in den Turnsaal gehen. Wem gehen zu langweilig ist, der kann eine kurze Kletterpartie an der hier neu errichteten Kletterwand einlegen.

 

 

Facts

Baubeginn: 3. Quartal 2013Fertigstellung: 4. Quartal 2015

Architektur/Modell: huber und theissl architekten

Fotos: Herman Seidl

Standort

Wettbewerb

Erweiterung des Bundesschullandheimes (BSLH) Radstadt - Schloss Tandalier

Offener, EU-weiter, einstufiger Realisierungswettbewerb mit anschließendem Verhandlungsverfahren für die Vergabe von Generalplanerleistungen zur Erlangung von baukünstlerischen Vorentwurfskonzepten für die Erweiterung des Bundesschullandheimes (BSLH) Radstadt - Schloss Tandalier.

Die Jurysitzungen fanden am 02. und 03.03.2011 statt. Als Gewinner gingen huber und theissl architekten, Arch. DI Georg Huber, Salzburg hervor.

1. Rang

Projekt 5, huber und theissl architekten, Arch. DI Georg Huber, Salzburg

Das Projekt befindet sich an der Ostseite des Schlosses und fügt sich wie selbstverständlich zwischen Natur und Schloss ein. Die Form scheint sich aus dem Umfeld und den geforderten Abläufen heraus zu entwickeln und erzeugt so einen eigenwilligen, leicht geschwungenen zweigeschoßigen Baukörper mit differenzierten Zwischenbereichen.
Im Norden entsteht zwischen dem neuen Baukörper und dem bestehenden Schloss ein einladender Vorplatz, der direkt in das sehr durchlässige Foyer überführt. Das Foyer hat auch verteilende Funktion zu den Zimmern im EG und OG und zu den bestehenden Räumlichkeiten im Schloss über das UG und bietet eine gute Orientierung und Übersicht sowie sehr kurze Wege.  Anschließend an das Foyer und die ostseitig positionierten Zimmer mit herrlichem Blick in die Landschaft befindet sich ein Atrium, das Richtung Süden lediglich über ein Dach definiert wird und frei in die Landschaft übergeht. Die Landschaft wird so „quasi“ ins Haus geholt. Das Einfassen des Atriums mit Sitzstufen macht an diesem Ort spontane Veranstaltungen, Vortrag, Kino, etc. möglich oder lädt einfach nur zum Verweilen ein.  Die Zimmer sind alle Richtung Osten mit Blick in die Landschaft orientiert. Das Konzept, die Natur möglichst spürbar für die Gäste erlebbar zu machen, sieht die Jury als eine große Bereicherung für den Gästebetrieb. Der sensible aber doch sehr eindeutige Umgang mit dem Umfeld stärkt den Ort als Genius Loci und schafft neue räumliche Qualitäten zwischen Schloss und neuem Baukörper sowie innerhalb des Gebäudes ohne eine gut funktionierende Anordnung des Programms zu vernachlässigen.
Es wird empfohlen, die Garage und den Müllraum neu zu positionieren.
Weiters empfiehlt die Jury, im Bereich des unterirdischen Verbindungs­ganges zum Turnsaal an der Westseite des Schlosses ein Atrium, Mulde o.Ä. einzufügen, um diesen Gang attraktiver zu gestalten.
(Auszug aus dem Juryprotokoll)

2. Rang

Projekt 59, Heintzel Steinbichl & Partner ZT GmbH, Linz

3. Rang

Projekt 10, KMT/n-o-m-a-d, Arch. Gunther Koppelhuber, Radstadt

1. Ankauf

Projekt 14, F2 Architekten ZT GmbH, Schwanenstadt

2. Ankauf

Projekt 24, Architekturbüro Kampits & Gamerith ZT GmbH, Graz

3. Ankauf

Projekt 60, riccione architekten, Arch. DI Tilwin Cede, Innsbruck

Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten

Verfahrensbetreuung

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