Bürogebäude Bruck an der Mur

Bezirksgericht, Finanzamt, Vermessungsamt

Architektur
Eine neue Hülle wird über Bestand, Aufstockung und Neubau gezogen.
Die innovative Solar-Waben-Fertigteilfassade mit dynamischen U-Werten (je nach Sonneneinfallswinkel, Sommer / Winter)  ist prägendes Element.

Bestand: Baujahr 1963 – 1965
Energiekennzahl (HWB) Bestand: 153,38 kWh/m²a

HWB* nach Sanierung:
6,9 kWh/m³a Bauteil Bezirksgericht
7,6 kWh/m³a Bauteil Finanzamt und BEV

Durch die konsequente Reduktion des Nutzenergiebedarfs und der Erneuerung der Haustechnik wird der Primärenergiebedarf um ca. 60 % reduziert werden. Die Reduktion des Endenergiebedarfs und die Umstellung der Beheizung auf eine Biomasse-Nahwärmeversorgung werden die  Reduktion der CO2 Emissionen um ca. 75% zur Folge haben. Ziel der BIG ist, Ministerien und andere Immobilienunternehmen von diesem hohen Qualitätsstandard zu überzeugen, sodass eine Vielzahl von Sanierungen mit ähnlichen Energie- und CO2 Einsparungen realisiert werden können.

  • integraler Planungsansatz
  • Integration von hohen Energieeffizienzkriterien in den Planungsprozess
  • Solarwabenfassade, 3-Scheiben-Verglasung mit scheibenintegrierten Jalousien mit Tageslichtlenkung
  • Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung im Bauteil Bezirksgericht
  • Reversible Wärmepumpe mit Energiepfählen für Heizen und Kühlen
  • Umstellung von Gas-Kessel auf Biomasse-Nahwärmeversorgung
  • Stehlampen in den Büroflächen mit präsenz- und tageslichtabhängiger Steuerung
  • Reduzierung des Heizwärmebedarf von 153 kWh/m²a auf 24 kWh/m²a

Haustechnik
Im Zuge der Sanierung wurde die bestehende Gasheizung auf Biomasse-Fernwärme umgestellt. Ergänzend dazu wird eine bivalente Kältemaschine mit Tiefenbohrungen (80 - 100m Tiefe) in die Lüftungsanlage eingebunden. Im Sommer dient das Kühlwasser aus den Tiefenbohrungen zur Vorkonditionierung der Luft (freie Kühlung), im Winter wird über die Wärmepumpe die Luft (ergänzend zur hocheffizienten Wärmerückgewinnung) vorgewärmt. Die Steuerungs- und Regelungsfunktionen für alle wesentlichen gebäudetechnischen Elemente werden von einem zentralen Computersystem übernommen. Dadurch kann eine ständige Beobachtung der Energieflüsse im Gebäude gewährleistet und alle relevanten Anlagenteile wie Lüftungsgeräte, Heizungs- und Kältegruppen überwacht werden.

Ein Energieverbrauchsmonitoring wird ab Übergabe an den Nutzer über einen Zeitraum von mindestens 2 Jahren durchgeführt (bis Sommer 2014).
Die Verbrauchsdaten werden kontinuierlich aufgezeichnet, 1/4 jährlich analysiert und ausgewertet. Das Ergebnis dieser Auswertung wird zur Optimierung der Gebäudetechnik an den Betreiber weitergeleitet. Das Monitoring dient dem Nachweis, dass die theoretischen Werte aus der Planung in der Praxis auch erreicht werden.

Haus der Zukunft Plus ist ein Forschungs- und Technologieprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie. Es wird im Auftrag des BMVIT von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH und der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) abgewickelt.

Logos bmvit, Haus der Zukunft

Facts

Baubeginn: 2. Quartal 2011
Fertigstellung: 4. Quartal 2012

Standort