Arsenal TU Wien

Sanierung und Erweiterung

Mehrere Objekte am Standort Arsenal in Wien Landstraße werden für Fakultäten der Technischen Universität Wien adaptiert. Ist alles fertiggstellt, wird die TU außerdem ihren Standort am Eurogate aufgeben und das Science Center am Arsenal bündeln.

Dabei befinden sich bereits drei Objekte in Bau. Das ist einerseits der Gebäudekomplex des Objekts 214, bestehend aus Atriumgebäude, Südtrakt und Nordtrakt, indem in den letzten Jahren bereits zwei Ausbaustufen des Vienna Scientific Clusters realisiert wurden. Gesamthaft sollen die Bauarbeiten bis Ende 2015 abgeschlossen werden.

Andererseits das Objekt 221 – die ehemalige "Siemenshalle" – hier wurde Ende 2013 mit dem Umbau begonnen der im Herbst 2016 abgeschlossen sein soll. Die Siemenshalle wird als Großraumversuchshalle mit Labor- und Büroflächen für die Institute für Energietechnik und Thermodynamik und für Fertigungstechnik und Hochleistungslaser adaptiert. Dabei werden die Tragwerks- und die Dachkonstruktion, die komplette Haustechnik und die Hallenböden erneuert als auch Funktionsanpassungen für die künftige Nutzung vorgenommen. Das gesamte Objekt wird wärmetechnisch auf neuesten Stand gebracht.

Die Sanierung von Objekt 227, aufgrund seiner früheren Nutzung unter "Panzerhalle" bekannt, hat Ende 2014 begonnen. Das Gebäude wird für das Institut für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik adaptiert. Es besteht aus einer imposanten historischen Stahlbeton-Tragstruktur, die in einem guten Zustand ist. Eine weitere, erst später zugebaute Stahlbetonkonstruktion wird abgebrochen. Im Erdgeschoß und ersten Obergeschoß werden Prüfstandscontainer errichtet. Dazwischen und darüber werden Haustechnikebenen eingezogen. Insgesamt wird es vier oberirdische Geschoße geben. Die alten Ziegelaußenmauern werden durch eine wärmedämmende Wandkonstruktion ersetzt, alle Fenster ausgetauscht und das Gebäude barrierefrei erschlossen. Auch die Haustechnik wie Beleuchtung, Elektroinstallationen, Klima- und Lüftungsanlagen sowie der Brandschutz werden neu errichtet. Die Außenanlagen werden vollständig erneuert. Der Innenausbau – technische Anlagen für den Forschungsbetrieb – wird von Seiten der TU Wien finanziert und von der BIG errichtet. Verläuft alles nach Plan sind die Arbeiten im September 2016 abgeschlossen.

Neben diesen laufenden Sanierungen werden zwei weitere Objekte, 222 und 219, saniert und ein Wasserbaulabor neu errichtet. Diese werden die Flächen im Ausmaß von insgesamt rund 10.300 Quadratmetern am Eurogate ersetzen.

Derzeit befindet sich im Objekt 222 noch die Technik der ehemaligen Fernwärme Wien. Die Halle wird im Zuge der 2017 beginnenden Sanierung komplett entkernt und adaptiert. Somit stehen der TU nach der Fertigstellung inklusive dem Untergeschoß drei Etagen mit rund 4.900 Quadratmetern zur Verfügung. Auch das Objekt 219 mit einer Fläche von über 3.100 Quadratmetern wird ab 2017 saniert. Beide Gebäude sollen 2018 von der TU Wien bezogen werden.

Die Neuerrichtung des Wasserbaulabors einschließlich der Außenanlagen mit rund 2.200 Quadratmetern soll ebenso 2017 beginnen und 2019 abgeschlossen sein. Der genaue Standort ist derzeit noch Gegenstand einer Studie. Im Wasserbaulabor findet neben der Lehre hauptsächlich Auftragsforschung aus dem privaten und öffentlichen Sektor statt. Die Ergebnisse fließen in modernen Hochwasserschutz, effektive Pumpstationen, neuartige Wehranlagen und Sonderbauwerke wie Staudämme ein.

Facts

Baubeginn Gesamtprojekt: 1. Quartal 2011
Fertigstellung Gesamtprojekt: 2. Quartal 2019

Luftbild: airpicture
Fotos: Harald A. Jahn

Standort

Wettbewerb

Sanierung und Erweiterung BG/BRG Stockerau

BG und BRG Stockerau

Gegenstand des EU-weiten, offenen und einstufigen Wettbewerbes war die Erlangung von baukünstlerischen Vorentwürfen, mit anschließendem Verhandlungsverfahren für die Vergabe von Generalplanerleistungen, für die Erweiterung und Sanierung BG und BRG Stockerau.

Bestandteil der Aufgabe war die Unterbringung des neuen Raum- und Funktionsprogramms (Erhöhung der Stammklassenzahl von derzeit 32 auf 40 Klassen, Errichtung einer dritten Turnhalle) bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des Unterrichtes.

Die Jurysitzung fand am 27. und 28. Juni 2006 statt. Als Gewinner ging Architekt DI Robert Ruderstaller hervor.

1. Rang

Projekt 1004, Architekt DI Robert Ruderstaller

Mitarbeiter
DI Hans Bojer, Ben Brüll, DI Wolfgang Bauer, Peter Weiss

"Beim Projekt handelt es sich um einen Zu- und Umbau. Der Zubau ist schwebend und vermittelt Leichtigkeit und entschärft das Erscheinungsbild des Zubaues (aus 1980). Städtebaulich überzeugende Eingangssituation durch Aufgreifen der Struktur der Belvederegasse. Die Erschließung ist gut gelöst, auch die Fluchtwege Festsaal sind gelöst."
(Auszug aus dem Juryprotokoll)

2. Rang

Projekt 1026, Architekt DI Johann Zeiner

Mitarbeiter
DI Christina Florit Schmid, Karl Gappmeier, B. Serdar Songür

3. Rang

Projekt 1013, Vatter & Partner ZT-KEG in Zusammenarbeit mit GSarchitects

Mitarbeiter
DI Dr. tech. Gregory Pilz, Robert Lamprecht, Rainer Strele, Hubert Schuller

Aufwandsentschädigung und Nachrücker für die Ränge

Projekt 1027, Baumeister Architekten

Mitarbeiter
DI Daniela Ertl, DI Michael Manzenreiter

Aufwandsentschädigung und Sonderpreis

Projekt 1028, halm.kaschnig architekten
Arch. DI Peter Kaschnig, Arch. DDI Christian Halm

Mitarbeiter
Thomas Rauter, Erich Wutscher

Aufwandsentschädigung

Projekt 1020, Arge Pfeil - Moser
Arch. DI Franz Pfeil ZT GmbH, Moser Architekten ZT GmbH

Mitarbeiter
Rainer Geiger, Ronald Kautz, Werner Pfeil, Bernd Wiltschek

Nachrücker für die Aufwandsentschädigung

Projekt 1017, Klein.Riesenbeck u. Assoziierte GmbH

Mitarbeiter
Arch. DI Sabine Spliethoff, Arch. DI Anne Linnemannstöns

Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten

Verfahrensbetreuer