Digitalisierung an Hochschulen

Flexibilität als bestes Rüstzeug

Geisteruni als Schreckgespenst? | Foto © BIG

Bei der letzten von insgesamt drei Diskussionen wurde am 27. November 2018 in der BIG in Kooperation mit den Standard das Thema Digitalisierung und die Auswirkungen auf universitäre Räume als auch das Konzept des Studierens diskutiert. Dazu kamen Experten aus unterschiedlichen Bereichen zusammen: Thomas Uher (Unirat WU Wien), Andreas Bierwirth (Geschäftsführer T-Mobile Austria), Wilfried Eichelseder (Rektor Montanuniversität Leoben), Christoph Meinel (Hasso-Plattner Institut, Universität Potsdam) und BIG Geschäftsführer Hans-Peter Weiss.

Das Ergebnis: Raum für Universitäten wird weiterhin gebraucht. Wenngleich sich die Raumanforderungen mit der Zeit ändern werden. Kleinere Kollaborations- und Seminarräume zum Diskurs statt großer Hörsäle prophezeien die Experten. Dabei streicht Hans-Peter Weiss deutlich hervor, dass auch hier flexibles, vorausdenkendes Bauen essentiell ist. Im Immobilienbereich hält die digitale Technik - die in anderen Sektoren bereits Standard ist - langsam Einzug. So werden an der Montanuniversität Leoben Vorlesungen in andere Hörsäle übertragen oder aufgezeichnet. In Potsdam können die Seminare online verfolgt werden und genießen so die Aufmerksamkeit tausender Lernender, die sich dabei auch live austauschen können.

Andreas Bierwirth gibt schon einen Einblick in eine nicht allzu ferne Zukunft: Die 3D-Übertragung von Personen in Räume wie wir sie von Star Wars kennen wird schon bald Realität. "Die Art der Kommunikation verändert sich, der Diskurs überträgt sich in die digitale Welt", sagt der T-Mobile Chef. So wird sich die Art des Lehrens und Lernens ändern beziehungsweise einfacher Ländergrenzen überschreiten können. Trotzdem kann der persönliche Kontakt und Austausch laut Wildfried Eichelseder nicht durch Chats ersetzt werden: "Studierende brauchen die 'Leidensgemeinschaft'". Dem stimmt auch Christoph Meinel zu: "Lernen ist etwas soziales. Wenn die anderen das schaffen, schaffe ich das auch".

> Zum Standard-Artikel Digitalisierung an Hochschulen: Flexibilität als bestes Rüstzeug 

Montanuniversität Leoben | Foto © Paul Ott
Unipark Nonntal Salzburg | Foto © Andrew Phelps

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